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  • 03.11.
  • 2014.03.11.

Weit über der Quote

© Detlef Finger

Feldrand Bei einem kurzen Zwischenstopp am Feldrand stimmen sich Andreas Hänsch, Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz, sowie Roderfahrer Gerald Mettchen und Abfahrer René Welke vom Agrarservice Heller aus Reppichau (v. l.) über die Erntearbeiten ab.

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In der Agrargenossenschaft Löberitz sind die Zuckerrüben inzwischen auf etwas mehr als der Hälfte der Fläche gerodet. Die Lieferrechtsmengen sind aber schon erfüllt.

Die Ernte der Zuckerrüben war Ende Oktober in der Agrargenossenschaft Löberitz auf gut der Hälfte der rund 160 Hektar Anbaufläche abgeschlossen. Anfang der dritten Septemberdekade waren die Hackfrüchte  in einer ersten Etappe auf gut 40 Hektar aus dem Boden geholt worden. In der zweiten Oktoberhälfte wurden nun weitere knapp 60 Hektar gerodet. Die Erntearbeiten erledigen insgesamt je zur Hälfte zwei Lohnunternehmen aus der Region für den Agrarbetrieb auf Vertragsbasis – die Agrarservice Heller GmbH & Co. KG aus Reppichau und die TAS Transport- und Agroservice Raguhn eG.

Noch 60 Hektar zu roden

Die an den Feldrändern von den beiden Dienstleistungsunternehmen in Mieten abgelegten Feldfrüchte werden von Speditionen abgeholt und zur Verarbeitung in die Zuckerfabrik Könnern transportiert. Zum ersten Liefertermin gelangten etwa 2 500 Tonnen Rüben der Genossenschaft in das Werk der Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG im Salzlandkreis. In der Vorwoche folgte noch einmal gut die gleiche Menge. Das Lieferrecht des Landwirtschaftsbetriebes von insgesamt 6 570 Tonnen Quoten-Rüben ist damit allerdings jetzt schon fast ausgeschöpft. Dabei lagert noch etwa die Hälfte der zuletzt gerodeten Menge an Hackfrüchten, also etwa 2 000 bis 3 000 Tonnen, bei Löberitz am Feldrand und stecken auf rund 60 Hektar die Zuckerrüben noch in der Erde.

Teils über 100 Tonnen pro Hektar

„Mit so einer Rübenernte war überhaupt nicht zu rechnen“, erklärt der Produktionsleiter der Agrargenossenschaft, Andreas Hänsch. Für die erste Rodung steht ein durchschnittlicher Naturalertrag von 86 Tonnen reinen Rüben zu Buche. Auf den vor kurzem geräumten beiden Schlägen von knapp 38 Hektar und 21 Hektar Größe schätzte Roderfahrer Gerald Mettchen vom Agrarservice Heller den Hektarertrag auf „gute 90 beziehungsweise über 100 Tonnen“. Aufgrund der überaus hohen Erträge schafft sein Holmer-Köpfrodebunker „nur“ etwa einen Hektar pro Stunde, während bei mittleren Erträgen sonst Flächenleistungen bis zwei Hektar pro Stunde möglich sind.

Anbaureduzierung in 2015

Feldbauchef Hänsch beziffert die Gesamterntemenge für die Agrargenossenschaft auf etwa 12 000 bis 13 000 Tonnen Rüben. Das Unternehmen will angesichts der enormen Menge an sogenannten Überrüben in seiner Anbauplanung für 2015 reagieren und zirka 50 Hektar weniger Zuckerrüben als in dieser Saison ins Feld stellen. Die dadurch frei werdenden Flächen sind inzwischen schon mit Winterweizen bestellt worden, sodass im kommenden Jahr etwa 550 Hektar dieser Getreideart zu dreschen sein werden. Mittlerweile sind auch alle Schläge mit den Folgefrüchten Zuckerrübe oder Mais, die gepflügt werden sollten, umgeackert. „Alles in allem haben wir trotz der zwischenzeitlichen Wetterkapriolen gut geschafft“, zieht Andreas Hänsch Bilanz.

Detlef Finger

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