• 2014
  • 17.07.
  • 2014.17.07.

Vom Raps in den Weizen

© Detlef Finger

Gemeinsam geht es schneller: Dieter Mertjan, Jörg Hecht und Axel Hübner (v. l.) helfen den Fahrern beim Umrüsten der Mähdrescher von der Raps- auf die Getreideernte. Hier wird ein Halmteiler an das Schneidwerk einer der Maschinen angebracht.

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Vier Tage Erntepause hat es in der Agrargenossenschaft Löberitz nach Beendigung der Mahd der Wintergerste gegeben. Am vergangenen Sonnabend ging es in den Winterraps. Von den rund 430 Hektar Anbaufläche der Ölfrucht konnten inzwischen gut 300 Hektar geborgen werden. Die Rapssamen wurden direkt aus der Ernte heraus an den Roth Agrarhandel in Zörbig geliefert, mit dem im Herbst 2013 beziehungsweise in diesem Frühjahr Kontrakte abgeschlossen wurden.

„Wir mussten allerdings immer Schläge suchen, auf denen der Raps richtig reif ist“, sagt Produktionsleiter Andreas Hänsch. Die Abreife ist zum Teil recht unterschiedlich. So ist der Raps auf den restlichen rund 100 Hektar – hier steht er auf besseren Böden – noch nicht so weit.

Unterstützung von Kollegen

Deshalb wurden die Mähdrescher am Donnerstagnachmittag umgerüstet, um den Winterweizen dreschen zu können, der auf etlichen Flächen ebenfalls druschreif ist. Unterstützt von Kollegen aus der Werkstatt des Agrarbetriebes bauten die Stammfahrer Dominik Hänsch, Sigbert Hentke, Steffen Eberhard und Sascha Albrecht ihre Erntemaschinen um. An den Schneidwerken waren nach dem Rapsdrusch in Handarbeit die Seitenmesser zu entfernen, die Zusatzbleche in den Schneidwerkströgen herauszunehmen und die Keilriemen für den Messerbalkenantrieb zu wechseln. Das Zurückfahren der Schneidwerkstische sowie die Neueinstellung des Dreschwerks und der Siebe werden dann vom Führerstand der Mähdrescher aus erledigt.

Sehr gute Ernteerträge

Mit dem Fortgang der Erntearbeiten ist Produktionsleiter Andreas Hänsch überaus zufrieden. „In anderen Jahren haben wir um diese Zeit erst mit dem Drusch begonnen“, blickt er zurück. Und auch die Erträge lassen den stellvertretenden Vorstandschef der Genossenschaft strahlen. Mit um die 90 Doppelzentner Wintergerste und um die 50 Doppelzentner Raps stehen auf den leichten Böden überdurchschnittliche Hektarerträge zu Buche. „Die Wasserversorgung der Kulturen hat letztlich doch gepasst“, weiß der Feldbauleiter um die Bedeutung dieses entscheidenden Ertragsfaktors.

Erbsenanbau für Greening

Ab Freitag sollen parallel zum Winterweizen dann auch Körnererbsen gedroschen werden. Abnehmer der Hülsenfrüchte ist die Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle mbH & Co. KG. Der im gleichen Ort wie die Agrargenossenschaft ansässige Mischfutterhersteller ist auch unter seinem Kürzel Safu bekannt. Die Leguminosen haben die Löberitzer Landwirte in diesem Jahr erstmals auf 100 Hektar als Maßnahme zur Fruchtartendiversifizierung angebaut. Neben der Anbauförderung werden die Erbsen mit einem Faktor von 0,7 auf die im Rahmen der GAP-Reform zu erbringenden Greeningmaßnahmen auf die ökologischen Vorrangflächen (fünf Prozent) angerechnet. Nächste Woche wird dann auch die Ernte des Winterroggens beginnen.

Detlef Finger

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