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  • 2014.11.08.

Training auf dem Stoppelacker

© Detlef Finger

Steffen Eberhard (l.) und Manfred Schunke machen bei einer ihrer Übungseinheiten mit der neuen Dammann-Pflanzenschutzspritze der Agrargenossenschaft Löberitz am Feldrand kurz halt für ein Foto.

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Die Schlechtwetterpausen bei der Weizenernte nutzten die Mähdrescherfahrer Steffen Eberhard und Sascha Albrecht sowie Manfred Schunke von der Agrargenossenschaft Löberitz intensiv, um sich mit einer weiteren Spezialmaschine vertraut zu machen. Am 24. Juli wurde der Dammann-trac, eine selbstfahrende Feldspritze mit 10.000 Liter Fassvolumen und 32 Meter Arbeitsbreite, an den Betrieb geliefert. Das Agrarunternehmen hat den wendigen Dreiachser mit zwei gelenkten Achsen und sechs hydraulischen Radmotoren für rund 300.000 Euro über die Köthener Niederlassung der Agravis Technik Sachsen-Anhalt/Brandenburg GmbH bezogen. Das gut 300 PS starke Kraftpaket vom Typ DT 3200 H soll in der Genossenschaft für noch mehr Schlagkraft im Pflanzenschutz sorgen.

Optimale Spritzzeitpunkte einhalten

„Wir wollen auch in Arbeitsspitzen die notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen zum optimalen Zeitpunkt durchführen“, sagt Produktionsleiter Andreas Hänsch. Schließlich sind die Zeiträume für die Applikation der Präparate zusätzlich z.B. durch die Witterung (Temperatur, Windgeschwindigkeit etc.) begrenzt. Der Dammann-trac wird die beiden bislang im Betrieb eingesetzten John Deere-Anhängefeldspritzen mit jeweils 4.000 Liter-Tankvolumen ersetzen, ergänzt Vorstandschef Thomas Külz. Der Selbstfahrer kann bei einer Wasseraufwandmenge von 200 Liter pro Hektar mit einer Tankfüllung eine Fläche von 50 Hektar am Stück abarbeiten. Entsprechend geringer sind bei ihm die notwendigen Zwischenzeiten, etwa zum Befüllen des Tanks, gegenüber den bisherigen Pflanzenschutzgeräten.

Einsatz im Schichtbetrieb geplant

Geplant ist, den neuen Selbstfahrer im Schichtbetrieb einzusetzen. Deshalb üben sich gleich drei Pflanzenschutzspezialisten des Betriebes in der Bedienung der neuen Maschine. „Wir brauchen je einen Fahrer für die Spritze und für den Wasserwagen“, sagt Feldbauleiter Hänsch. Und außerdem müsse man zum Beispiel für Ausfälle durch Krankheit oder Urlaub entsprechend vorsorgen. Mit der neuen Maschine versprechen sich Külz und Hänsch neben der höheren Schlagkraft eine Senkung des Personalaufwandes für den Pflanzenschutz. Zudem benötigte der Betrieb für diese Arbeiten bislang zwei Schlepper als Zugfahrzeuge für die Feldspritzen, die nun anderweitig eingesetzt werden können.

Erfahrungsaustausch im Vorfeld

Im Vorfeld hatten sich die Verantwortlichen der Agrargenossenschaft Löberitz mit anderen Betrieben ausgetauscht, die bereits Erfahrungen mit dem Selbstfahrer gesammelt haben. „Die Maschine bietet ungeahnte Möglichkeiten“, sind der Vorstandschef und sein Stellvertreter begeistert. Deshalb kam der Dammann-trac nun bereits in der „druschfreien Zeit“ mit einem mit Klarwasser gefüllten Tank auf den Stoppeläckern zum Übungseinsatz. „Es ist gar nicht so einfach, sich in alle Bedienmöglichkeiten hinein zu fuchsen“, sagten Steffen Eberhard und Manfred Schunke bei einem kurzen Zwischenstopp bei einer Übungsfahrt am Feldrand.

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