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  • 2016.06.01.

Sauberes und trockenes Korn

© Detlef Finger

Die Agrargenossenschaft Löberitz baut auf fast 1.200 ha Fläche Wintergetreide an, vor allem Qualitätsweizen.

Bildergalerie: Sauberes und trockenes Korn

Die Agrargenossenschaft Löberitz hat in den Vorjahren Jahren umfangreich investiert. 2013/ 2014 wurde die Sauenanlage umfassend modernisiert, zuletzt der Maschinenpark erneuert bzw. erweitert, um Effizienz und Schlagkraft der Technik zu erhöhen. 2014 wurden ein vierter Mähdrescher, ein 760er Lexion von Claas, und eine selbstfahrende Pflanzenschutzspritze, ein Damman-trac, angeschafft. 2015 ersetzte die Genossenschaft schließlich ihre alte Drillmaschine durch eine neue vom Typ Väderstad Rapid 800 mit acht Meter Arbeitsbreite. Der Kauf dieser drei Spezialmaschinen schlug insgesamt mit rund einer dreiviertel Million Euro zu Buche.

2016 will der Betrieb den im vergangenen Frühjahr begonnenen Bau einer Getreidereinigung mit einer Kapazität von 70 bis 100 t pro Stunde in Löberitz weiter vorantreiben. In der Anlage soll das betriebseigene Erntegut künftig vor der Vermarktung an den aufnehmenden Landhandel von Schwarzbesatz sowie Bruch- und Schmachtkorn befreit werden.

Auch kann in der Anlage dann selbst Nachbausaatgut von Winterweizen und Wintergerste aufbereitet werden. Bislang lieh sich die Genossenschaft dafür eine mobile Aufbereitungsanlage aus.

Über die Mehreinnahmen beim Getreideverkauf – durch geringere Abzüge infolge der vorherigen Reinigung des Korns – soll sich diese Investition in fünf bis sechs Jahren amortisieren. Auf zirka 40.000 bis 50.000 Euro summierten sich bislang die Abzüge alljährlich für den Agrarbetrieb.

In einem weiteren Schritt soll die Getreidereinigungsanlage um eine Trocknung ergänzt werden. Die dafür benötigte Wärme wird aus der gegenüberliegenden Biogasanlage der Genossenschaft kommen. Außerdem soll die Getreidelagerhalle mit einer Unterflurbelüftung ausgestattet werden.

Dieses Vorhaben wird die Löberitzer Genossenschaft insgesamt etwa eine weitere halbe Million Euro kosten, schätzt Vorstandschef Thomas Külz ein. Das Geld wird – zeitlich gestreckt – aus Eigenmitteln aufgebracht. Die Genossenschaft und ihre Tochter-GmbH, das Gut Pflanzenproduktion Greppin, bauen auf fast 1.200 ha Wintergetreide (Weizen, Gerste, Roggen) an. Hinzu kommen an Druschfrüchten noch etwa 460 ha Raps und rund 100 ha Erbsen.

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