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  • 17.11.
  • 2014.17.11.

Saisonabschluss im Feldbau

© Detlef Finger

Andreas Hänsch, Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz, hat gut lachen: Die betrieblichen Erträge bei allen Feldkulturen, einschließlich der noch nicht vollständig geernteten Zuckerrüben, liegen auf einem überdurchschnittlich hohem Niveau.

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Die Witterung habe nicht nur im Verlaufe der Saison, sondern auch an deren Ende mitgespielt, sagt der Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz, Andreas Hänsch. Der Betrieb hat bei allen Druschfrüchten, mit Ausnahme des Winterroggens, der 2013 noch ein wenig besser geschüttet hatte, in diesem Jahr bislang nicht erreichte Naturalerträge erzielt. Im Einzelnen stehen im Durchschnitt pro Hektar beim Winterweizen rund 83 dt, bei der Wintergerste 90 dt, beim Winterroggen 81 dt, beim Winterraps 53 und bei den Körnererbsen 50 dt zu Buche. Beim Raps könnte der bisherige Bestwert um sage und schreibe zehn Doppelzentner übertroffen werden. „Das war ein Ausnahmejahr, das sicher nicht der Maßstab für die nächsten Jahre sein kann“, weiß der erfahrene Landwirt. Aber es wird das mittlere Ertragsniveau der letzten Dekade deutlich anheben. Dies trifft auch auf den Mais und die Zuckerrüben zu, die sich mit 560 dt/ha Grünmasse bzw. vorläufig geschätzten rund 900 dt/ha Rüben in diesem Jahr ebenfalls zu neuen Sphären aufschwangen.

 

Erzeugererlöse sind niedriger

Die Zahlen sieht Hänsch indes mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn während die Ernteerträge bislang ungeahnte Höhen erreichten, sackten die Preise für die Feldfrüchte gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. „Unter dem Strich liegt das betriebswirtschaftliche Ergebnis damit nach Abzug der höheren Ernte- und Transportkosten niedriger als 2013“, rechnet der Fachmann vor.

 

Den Grundstein für die kommende Ernte haben die Löberitzer Landwirte in den letzten Tagen und Wochen bereits gelegt. In der Agrargenossenschaft und ihrer Tochtergesellschaft, der Gut Greppin GmbH, wurden 550 ha Winterweizen, 425 ha Wintergerste, 210 ha Winterroggen und 460 ha Winterraps bestellt. Für das Frühjahr ist darüber hinaus die Aussaat von 110 ha Zuckerrüben, 420 ha Mais und 100 ha Erbsen geplant. Weitere 70 ha sollen im Rahmen des Greenings als ökologische Vorrangfläche brach liegen bleiben und der Selbstbegrünung überlassen werden, erklärt Hänsch.

 

Arbeiten im „Innendienst“

Die Feldarbeiten in der Agrargenossenschaft sind, soweit sie mit betrieblichen Kräften und Technik selbst erledigt werden, abgeschlossen. Rund 60 ha Zuckerrüben stehen noch zur Rodung an, was allerdings von Lohnunternehmen übernommen wird. Als Liefertermin ist Anfang Dezember avisiert.

 

Die Mitarbeiter der Feldbauabteilung der Genossenschaft sind in diesen Tagen mit der Vorbereitung der Maschinen und Geräte auf die Winterabstellung befasst. Die Technik wird gesäubert und gewartet, teilweise werden auch kleine Reparaturen vorgenommen. Der Werkstattbereich und Arbeiten im „Innendienst“, etwa in den Ställen, stehen dann auch in der nächsten Zeit für sie auf dem Programm. So packen sie zum Beispiel bei ihren Kollegen in der Tierhaltung beim Umrüsten der Kastenstände im Sauenstall auf die laut Haltungsverordnung vorgeschriebenen neuen Maße an oder helfen beim Futter fahren und Ausmisten in der Rinderanlage, bei den Transportarbeiten für die Biogasanlage oder Betonarbeiten für den Bau der geplanten Getreidetrocknung. Darüber hinaus wird jetzt, in der im Feldbau arbeitsarmen Zeit, aber auch ein Teil der im Laufe des Jahres auf den Arbeitszeitkonten aufgelaufenen Überstunden „abgebummelt“.

 

Die Betriebsleitung bereitet dieser Tage demgegenüber die Mitgliederversammlung der eingetragenen Genossenschaft vor, die am 10. Dezember in Großzöberitz stattfinden wird. Zuvor, am 4. Dezember, steigt in Libbesdorf die Weihnachtsfeier für die gesamte Belegschaft des Betriebes.

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