• 2014
  • 30.06.
  • 2014.30.06.

Mehr Schlagkraft im Quartett

© Detlef Finger

Die Stammfahrer auf den Mähdreschern der Agrargenossenschaft Löberitz sind Dominik Hänsch, Sigbert Hentke, Sascha Albrecht und Steffen Eberhard (v. l.).

Zur Bildergalerie: Mehr Schlagkraft im Quartett

Seit einigen Tagen steht der nagelneue Lexion 760 auf dem Betriebshof der Agrargenossenschaft Löberitz in Salzfurtkapelle. Die Claas-Erntemaschine mit fast 500 PS Motorleistung, Rotorendreschwerk und 10,5 Kubikmeter großem Korntank verstärkt ab dieser Saison die Mähdrescherflotte des Unternehmens. Diese bestand bislang aus drei 580er Maschinen des gleichen Herstellers. Alle vier sind mit Schneidwerken mit neun Meter Arbeitsbreite ausgerüstet. „Zur Ernte haben wir in den vergangenen Jahren einen vierten Mähdrescher vom Händler gemietet oder die Dienste eines Lohnunternehmens in Anspruch genommen“, blickt Vorstandsvorsitzender Thomas Külz zurück.


Rund 1.700 Hektar Druschfläche

Die teilweise unbeständige Witterung in den letzten Erntekampagnen ließ in der Genossenschaft den Entschluss reifen, die betriebliche Schlagkraft durch die Anschaffung eines weiteren eigenen Mähdreschers zu erhöhen und sich damit zugleich unabhängiger zu machen. „Vom Flächenumfang her würden theoretisch drei Maschinen ausreichen“, weiß der Betriebsleiter. Rund 1.700 Hektar Druschfrüchte sind im Betriebsverbund mit der Tochtergesellschaft, dem Gut Greppin, zu ernten.

Neben dem unsteten Wetter, das zum Beispiel im Vorjahr oftmals nur wenige zusammenhängende Druschtage brachte, gibt es weitere Faktoren, die aus Sicht des Unternehmens für die Ausweitung der Erntekapazitäten sprach, etwa die zum Teil relativ kleinteilige Schlagstruktur in manchem Betriebsbereich und mögliche Ausfallzeiten durch unvorhersehbare Reparaturen. „Dann wird es eng“, weiß der Vorstandschef. „Unser Ziel ist es, das Gewachsene zügig, verlustarm und in höchster Qualität zu ernten“, betont Külz. „Und schließlich fahren wir mit der Ernte die Früchte der Arbeit eines ganzen Jahres ein“, ergänzt sein Stellvertreter, Andreas Hänsch. Der Produktionsleiter rechnet mit einem Erntestart etwa ab Mitte der Woche. Dann geht es in die Wintergerste.


Schulung der Mähdrescherfahrer

Die derzeit betriebswirtschaftliche gute Situation der Agrargenossenschaft ermögliche es, diese nicht unerhebliche Investition in den Maschinenpark zu schultern, erklärt Vorstandschef Külz. „Das ist schon eine Kostenfrage“, sagt er. Begünstigt habe die Entscheidung für die Anschaffung des Mähdreschers auch die momentan günstigen Zinskonditionen für Darlehen. Finanziert wird der Kauf der Erntemaschine über vier Jahre, gut ein Viertel des Preises wurde als Anzahlung fällig. In Sachen Erntetechnik hat sich die Löberitzer Genossenschaft im Übrigen schon vor Jahren für den Hersteller Claas entschieden. Ihr Händler des Vertrauens ist in dieser Hinsicht die Worch Landtechnik GmbH im benachbarten Raguhn.

Die Mähdrescherfahrer werden im Schulungszentrum der Claas-Vertriebsgesellschaft mbH in Landsberg im Saalekreis mit den technischen Neuheiten der Maschinen vertraut gemacht. Am Donnerstag voriger Woche erhielten sie zudem zusammen mit ihren Kollegen am Betriebssitz in Salzfurtkapelle die turnusmäßige Arbeitsschutzbelehrung. Die Unterweisung erfolgte durch Reinhard Müller, früher technischer Aufsichtsbeamter (TAB) der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Der heutige Pensionär, der sich auch selbst bei den entsprechenden Stellen weiter regelmäßig fortbildet, betreut als Selbständiger noch immer einige Betriebe. Neben dem Schulen von Mitarbeitern umfasst die Tätigkeit des Diplomingenieurs für diese Agrarunternehmen u.a. auch die sicherheitstechnische Überprüfung von Gebäuden und Anlagen.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr