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  • 26.01.
  • 2015.26.01.

Investieren mit Bedacht

© Detlef Finger

Eine selbstfahrende Pflanzenschutzspritze hat die Agrargenossenschaft Löberitz im Frühsommer 2014 angeschafft. Die Spezialmaschine ersetzt zwei schleppergezogene Anhängegeräte.

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Entscheidungen über größere Investitionen werden in der Agrargenossenschaft Löberitz stets vom dreiköpfigen Vorstand gemeinsam getroffen, der sich dazu zudem mit dem Aufsichtsrat abstimmt. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen vierten Mähdrescher angeschafft. Der 760er Lexion von Claas erhöht die Schlagkraft der betriebseigenen Ernteflotte und trägt dazu bei, die gewachsenen Druschfrüchte in bester Qualität und möglichst verlustarm einzubringen. „Wir sind mit dieser guten Ausstattung an Erntekapazitäten unabhängiger vom Wetter“, sagt Vorstandschef Thomas Külz zur Begründung.

 

Seit Sommer letzten Jahres ergänzt zudem eine selbstfahrende Pflanzenschutzspritze von Dammann den Technikbestand der Genossenschaft. Der Selbstfahrer mit 10.000 Liter Fassvolumen und 32 Meter Arbeitsbreite ersetzt seither zwei von Schleppern gezogene Feldspritzen. Auch bei dieser Investition, die wie der Kauf der Erntemaschine mit über 300.000 Euro zu Buche schlägt, steht die Erhöhung der Schlagkraft im Vordergrund. „Wir können die Pflanzenschutzmaßnahmen zum optimalen Zeitpunkt durchführen, sparen damit Betriebsmittelkosten und schonen die Umwelt“, sagt Betriebsleiter Külz. Auch verringert sich der Personalaufwand gegenüber dem bisherigen Verfahren, bei dem in der Regel dreiMitarbeiter – zwei Feldspritzen- und ein Wasserfahrer – zugange waren.

 

Fachrat vor dem Neukauf von Maschinen wie auch bei anstehenden Ersatzinvestitionen holt sich der Vorstand beim Team der Werkstatt um Technikchef Jörg Hecht. Die Mechaniker, die den Technikpark der Agrargenossenschaft pflegen und warten und die Maschinen größtenteils im Bedarfsfall auch reparieren, wissen am besten, welcher Schlepper oder welche Spezialmaschine als nächstes ersetzt werden muss. „Die Kollegen der Werkstatt kennen sich aus. Das sind Fachleute“, sagt Thomas Külz voller Anerkennung und nicht ohne Stolz.

Für die Finanzierung von Investitionen in Landtechnik hat sich der Vorstand der Agrargenossenschaft Löberitz im Übrigen selbst eine Kreditoberlinie gesetzt, die nicht überschritten wird. „Die Liquidität des Unternehmens muss gewährleistet sein, das ist für uns eine wichtige Prämisse“, unterstreicht der Betriebsleiter. Bevor Geld in die Hand genommen wird, werde stets abgewogen, welche Maßnahme vordringlicher ist. Schließlich bestehe in zeitlichen Abständen zusätzlicher Finanzbedarf für den Kauf von landwirtschaftlichen Flächen. „Die Sicherung des Bodens als wichtigste Produktionsgrundlage für uns Landwirte und auch für unsere nachfolgenden Generationen ist ohne Alternative“, betont Külz.

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