• 2014
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  • 2014.11.09.

Herbstaussaat stockt

© Detlef Finger

Stammfahrer Dominik Hänsch (vorn) nutzt die witterungsbedingte Zwangspause bei der laufenden Herbstbestellung, um seinen Feldhäcksler gemeinsam mit Drillspezialist Sigbert Hentke für die anstehende Maisernte vorzubereiten. Hier wechseln die beiden Landwirte in der Werkstatt in Salzfurtkapelle die Schneidmesser der Häckseltrommel.

Die Rapsaussaat in der Agrargenossenschaft Löberitz ist abgehakt. Produktionsleiter Andreas Hänsch konnte am Donnerstag vermelden, dass auch die ersten Pflanzenschutzmaßnahmen in den bereits aufgelaufenen Beständen abgeschlossen sind. „Wir haben den Raps mit einer Tankmischung aus Präparaten mit insektiziden und herbiziden Wirkstoffen vor allem gegen Erdflöhe, Ausfallgetreide und Unkräuter behandelt“, sagt der Feldbauchef. Lediglich auf 80 Hektar in der Greppiner Flur, auf denen die Ölfrucht zuletzt in den Boden kam, steht die erste Spritzung noch aus. „Der Raps läuft jetzt sehr unterschiedlich auf“, muss der Landwirt allerdings konstatieren. Grund dafür sei zum einen die Starkregenschauer, die die Bodenoberfläche zum Teil verschlämmt haben. Zum anderen erwärmt sich der nasse Boden schlechter, zumal tagsüber die Sonne fehlt und die Nächte relativ kalt sind.

Ausschließlich Hybridroggen

Seit Dienstag dieser Woche ist in der Genossenschaft nun auch die Aussaat des Wintergetreides im Gange. Rund 100 Hektar Winterroggen sind seither bestellt worden. „Das ist knapp die Hälfte der geplanten Fläche“, rechnet Hänsch vor. Der übrige Roggen soll nach Mais angebaut werden, der ab Montag nächster Woche von insgesamt rund 435 Hektar Fläche geerntet werden soll. Auch ein Teil der Wintergerste im Bereich Salzfurtkapelle, vor allem aber der Weizen in den Gemarkungen Löberitz und Greppin steht nach Mais. Der Feldbauleiter hofft daher, dass die Maisernte zügig vorangeht und die Flächen für die Wiederbestellung geräumt werden.

Nur A-Weizensorten im Anbau

Während die Agrargenossenschaft Löberitz das Roggensaatgut komplett zukauft (angebaut werden im Betrieb ausschließlich Hybridsorten), erfolgt bei den danach folgenden Kulturen – Wintergerste und Winterweizen – die Aussaat zu etwa 90 Prozent mit Saatgut aus eigenem Nachbau, das dafür entsprechend gereinigt und aufbereitet wird (Beizung), der Rest ist hier zugekauftes Z-Saatgut. Beim Winterweizen kommen ausschließlich A-Weizensorten zum Anbau. Den betrieblichen Bedarf an Saatgut für die einzelnen Wintergetreidearten beziffert Hänsch überschlägig mit 15 Tonnen Roggen, 65 Tonnen Gerste und 75 bis 80 Tonnen Weizen. „Als Faustzahl rechne ich pro Hektar mit Aussaatmengen von 60 bis 70 Kilo Roggen sowie etwa 150 Kilo Gerste beziehungsweise Weizen“, erläutert der Pflanzenbauspezialist. „Die tatsächliche Saatgutmenge variiert letztlich allerdings in Abhängigkeit vom Tausendkorngewicht (TKG) und von den Bedingungen zur Saat um diese Werte“, schiebt Hänsch nach.

Detlef Finger

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