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  • 2016.10.02.

GIS-Antrag in Arbeit

© Detlef Finger

Beim Agrarantrag stimmen sich die Vorstandsmitglieder, hier Vorsitzender Thomas Külz und Hauptbuchhalterin Helga Nentwig, ab.

Bildergalerie: GIS-Antrag in Arbeit

 

Die Abgabefrist für den Agrarantrag 2016 endet zwar erst am 13. Mai, doch in der Agrargenossenschaft Löberitz laufen die Vorbereitungen schon seit Anfang des Jahres. Hintergrund ist die bundesweite Umstellung auf ein neues, geodatenbasiertes Verfahren. Zum Jahreswechsel hatte das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt den Betrieben digitales Kartenmaterial aus dem Vorjahr mit möglichen Flächenüberlappungen in den Feldblöcken für einen Vorabgleich zur Verfügung gestellt.

„Bei uns ist das überschaubar,  nur eine Handvoll Schläge sind betroffen“, sagt Hauptbuchhalterin Helga Nentwig, die die Agrarantragstellung am Betriebssitz in Salzfurtkapelle verantwortet und sich hierzu eng mit Vorstandschef Thomas Külz und Produktionsleiter Andreas Hänsch abstimmt.

„Probleme gibt es am ehesten mit Eigentümern kleiner Flächen, deren Areale mitten in unseren Schlägen liegen und die Flächenprämien selbst beantragen“, weiß Vorstandsvorsitzender Külz. Im Zweifelsfall würden mit Unterstützung des Landwirtschaftlichen Beratungsringes Roßlau e.V. GPS-Vermessungen vorgenommen.

Die Genossenschaft bewirtschaftet rund 2 050 ha LN, darunter 250 ha Grünland. Sie hat 113 Schläge mit Umfängen von weniger als einem Hektar bis 100 ha im Antragsverfahren. Sieben Kulturen wachsen auf dem Ackerland: Winterweizen, Wintergerste und Winterroggen, Zuckerrüben, Winterraps und Silomais sowie Körnererbsen. Die Hülsenfrüchte baut der Betrieb auf rund 95 ha im Rahmen der vom Land geförderten Fruchtartendiversifizierung an. Die Leguminosen sind im Zuge des Greenings mit dem Faktor 0,7 (allerdings mit Abschlag auf den Hektarfördersatz) auf die Ökologische Vorrangfläche (ÖVF) anrechnungsfähig und tragen zusammen mit 35 ha Brache dazu bei, die geforderten rund 85 ha ÖVF im Betrieb zu erbringen.

Im Agrarantrag anzugeben sind auch die Viehbestände. Im Löberitzer Unternehmen sind das Fleischrinder und Milchviehfärsen sowie Schweine. Geld für tierbezogene Maßnahmen erhält die Genossenschaft nicht. Sie hat aber im Zuge der Angleichung der Betriebsprämien für die Rinder Aufschläge (sogenannte BIPs) erhalten. Zusätzliche Zuwendungen gibt es hingegen noch bis 2019 im Ackerbau für die Anwendung des Mulchsaatverfahrens sowie für rund 100 ha Grünland für den Verzicht auf die mineralische N-Düngung bzw. den Mahdverzicht auf 10 % der Fläche beim ersten Grasschnitt.

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