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  • 04.08.
  • 2014.04.08.

Futter und Einstreu fürs Vieh

© Detlef Finger

Der Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz, Andreas Hänsch, fasst prüfend in eines der Schwade. Das Roggenstroh ist noch zu feucht. Es muss gewendet werden, damit es schneller abtrocknet und gepresst werden kann.

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Das erste Futterstroh für die Rinder kam in der Agrargenossenschaft Löberitz bereits am dritten Juliwochenende unter Dach und Fach. Nach dem Umsetzen der Mähdrescher vom Raps in den frühen Winterweizen blieb auf einem Schlag bei Wadendorf das Stroh in Schwaden liegen. Das Pressen der etwa 300 Quaderballen mit Abmessungen von etwa 2,10 x 1,20 x 0,90 m übernahm Stefan Zander. Der junge Lohnunternehmer aus Weißandt-Gölzau setzt eine Quaderballenpresse Claas Quadrant 3300 RC mit Special Cut ein, die neben der Kurzschnitteinrichtung auch noch über einen Krassort Vorbauhäcksler verfügt. Die Halme werden so sehr kurz gespleißt, bevor sie in die Presse kommen. Für die Futterrationen der Rinder des Agrarbetriebes – Fleischfleckvieh und Milchrindfärsen – ist das optimal. „Das kurzgehäckselte Stroh wird von den Tieren lieber gefressen“, weiß Andreas Hänsch, Produktionsleiter der Genossenschaft. Neben dem Stroh wurden auch 300 Großballen Heu und etwa 500 Quaderballen zu Futterzwecken in der Rinderanlage in Salzfurtkapelle eingelagert.

Weizenstroh für die Ferkel

Darüber hinaus werden in der Viehhaltung der Löberitzer Genossenschaft etwa 5.000 Großballen Stroh zum Einstreuen der Ställe benötigt. „4.000 Ballen für die Rinder und 1.000 Ballen für die Ferkelaufzucht in der Schweineanlage in Löberitz“, rechnet der Produktionsleiter vor. Etwa 1.000 Ballen für die Rinder und der komplette Strohbedarf für die Ferkel waren Mitte der vorigen Woche noch zu pressen. „Wir haben auf zirka 60 Hektar das Stroh im Schwad liegen, der Rest kommt von den noch zu dreschenden Weizenflächen“, erklärt Andreas Hänsch. Insbesondere für die Ferkel verwenden die Löberitzer Bauern am liebsten Weizenstroh – wegen der im Gegensatz zu Gerste und Roggen fehlenden Grannen.

Stallmist als Dünger aufs Feld

Sowohl die Simmental-Mutterkühe (im Winterhalbjahr) als auch die für andere landwirtschaftliche Betriebe aufgezogenen Holstein-Färsen stehen auf Stroh. In der Regel einmal in der Woche wird frisch eingestreut. Für das Pressen der Einstreu hat die Genossenschaft eine neue Strohpresse und für den verkehrssicheren Ballentransport zwei Spezialanhänger im eigenen Technikbestand. Der in der Viehhaltung anfallende Mist wird nach der Getreideernte auf den Stoppeln ausgebracht und eingearbeitet. Der wirtschaftseigene Dünger hilft, Kosten für mineralische Nährstoffe einzusparen, und er verbessert den Humusgehalt der relativ leichten Ackerböden der Agrargenossenschaft.

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