• 2014
  • 06.06.
  • 2014.06.06.

Feldkulturen stehen prächtig

© Detlef Finger

Andreas Hänsch, Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz, ist mit der Entwicklung der Feldkulturen nach den ergiebigen Niederschlägen im Monat Mai sehr zufrieden. Hier steht der Landwirt in einem 100-Hektar-Schlag mit üppigem Winterroggen bei Salzfurtkapelle.

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„Mit dem Entwicklungszustand der Kulturen bin ich sehr zufrieden“, sagt Andreas Hänsch. „Es war im sprichwörtlichen Sinne fünf vor zwölf, als der lang ersehnte Landregen kam“, ist der Produktionsleiter der Agrargenossenschaft Löberitz sichtlich erleichtert. Je nach Standort im Territorium des Betriebes sind im Monat Mai etwa 60 bis 70 Millimeter Niederschlag gefallen. Den überwiegenden Teil davon brachten zwei ergiebige Landregen mit zirka 20 bzw. 40 Millimeter. „Das Wasser kam gerade noch zur rechten Zeit“, sieht der stellvertretende Vorstandschef des Unternehmens die Kulturen in ihrer Entwicklung derzeit regelrecht „explodieren“. Die Böden wurden bis in Wurzeltiefe der Kulturpflanzen durchfeuchtet.

Mikronährstoff für die Zuckerrüben

„Mit den Pflanzenschutzmaßnahmen sind wir weitestgehend durch“, berichtet Hänsch. In den nächsten Tagen steht auf den rund 160 Hektar Zuckerrüben, die die abschließende dritte Herbizidbehandlung bereits hinter sich haben, noch eine Borgabe an. „Zwei bis drei Kilo Reinnährstoff in flüssiger Form gegen die Herzfäule, zur Gesunderhaltung des Blattapparates“, erläutert der Landwirt. Kombiniert werden soll die Mikronährstoffdüngung mit einer Insektizidapplikation. „Wir warten aber noch ab, wie sich die Schädlingspopulation entwickelt. Noch sind die Schwellenwerte, die eine Bekämpfung rechtfertigen, nicht erreicht“, sagt Hänsch. Zwei Überfahrten will der Landwirt aus Kostengründen vermeiden.

Gerste ging punktuell ins Lager

Im Getreide sind die Pflanzenschutzmaßnahmen ebenfalls abgeschlossen. Im Winterweizen erfolgte eine Ährenbehandlung mit Fungizid und Insektizid gegen Blattläuse und Getreidehähnchen. Hier sei eventuell nochmal was zu machen, wenn die Läuse die Ähren besiedeln, sagt Hänsch. Punktuell hat der Regen in Verbindung mit starkem Wind die Wintergerste ins Lager gehen lassen. „Letztlich hat es sich in diesem Jahr als richtig erwiesen, dass wir die Gerste zweimal mit Wachstumsregler behandelt haben“, freut sich der Fachmann. Die Erbsen auf 100 Hektar wurden mit insektiziden Wirkstoffen gegen Blattläuse und den Erbsenwickler behandelt.

Nur einmal Herbizid im Silomais

Auch die rund 435 Hektar Mais können nach der einen Herbizidanwendung zur Unkrautbekämpfung nun ohne Konkurrenz weiterwachsen. „Weitere Maßnahmen sind nicht vorgesehen“, klärt Andreas Hänsch auf. Weil die Genossenschaft nur Silomais zur Grünernte als Rinderfutter und Gärsubstrat für die Biogasanlage anbaut, könne im Gegensatz zum Anbau von Körnermais auf Insektizidmaßnahmen verzichtet werden. Dort mache der Maiszünsler ein Eingreifen erforderlich. „In unserer Region ist ein Potenzial vorhanden“, weiß der Produktionsleiter. Die Löberitzer Landwirte achten deshalb und auch, um eine Übertragung von Fusarien vom Mais auf nachfolgendes Getreide zu vermeiden, sehr genau darauf, dass die Maisstoppeln nach der Ernte durch Mulchen gut zerkleinert und die Pflanzenreste in den Boden eingearbeitet werden, um den Verrottungsprozess zu befördern und den Zünslerlarven so die Lebensgrundlage zu entziehen. „Die mechanische Bekämpfung ist bei uns Standard“, informiert Hänsch über die im Betrieb gängige gute fachliche Praxis.

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