• 2014
  • 26.05.
  • 2014.26.05.

Erster Schnitt im Silo

© Detlef Finger

Das Mähen des Grasaufwuchses erledigt ein Lohnunternehmen, die TAS Raguhn eG, mit Schlepper und einer Kombination aus Frontmäher und sogenanntem Butterfly-Mähwerk am Heck.

Zur Bildergalerie: Erster Schnitt im Silo

 

Das große Durchfahrsilo in der Rinderanlage der Agrargenossenschaft Löberitz in Salzfurtkapelle ist prall gefüllt mit frischer Grassilage. „Das dürften fast 2.000 Tonnen sein“, rechnet Andreas Hänsch vor. Mit dem mittleren Hektarertrag von 13 Tonnen, der auf den gewässernahen Naturwiesen erzielt wurde, ist der Produktionsleiter überaus zufrieden, ebenso mit der Qualität. Die Trockensubstanzgehalte lagen in Abhängigkeit von der Artenzusammensetzung der Gräser auf den Flächen bei 30 bis 35 %.

 

Gras leicht überständig

Von den geplanten 170 Hektar Grünland sind binnen einer Woche rund 152 Hektar abgeerntet worden. Am vergangenen Freitag war das Silo komplett abgedeckt. Auf den übrigen Flächen, die aufgrund von Nassstellen nicht oder nur zum Teil befahrbar waren, soll später siliert oder aber Heu bereitet werden. „Wir mähen, wenn die Bestände leicht überständig sind“, erklärt Hänsch. Das bringe einen Ertragszuwachs und eine bessere Silierbarkeit. Da die Grassilage als Winterfutter für die Fleischrinder und die Aufzucht von Milchrindern gedacht ist, muss sie nicht die hohen Energiegehalte haben wie das Grundfutter für Hochleistungsmilchkühe. Auf eine hohe Qualität des Futters wird im Löberitzer Unternehmen selbstverständlich dennoch geachtet. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Pflege der Wiesen im Frühjahr durch Schleppen, Walzen und Düngen, um ertrag- und artenreiche sowie saubere Aufwüchse zu gewährleisten, sagt Hänsch.

 

Mähen ist Lohnarbeit

Zu Beginn der Ernte lag das Gras nach dem Mähen wegen des eher kühlen Wetters einen Tag, ehe es nach dem Wenden und Schwaden gehäckselt wurde. Zum Ende hin hingegen sorgten Trockenheit und hohe Temperaturen dafür, dass die Feldliegezeit nur noch etwa eine Stunde betrug, bis das angewelkte Gras „raschelte“.


Die Silierkette ist in der Agrargenossenschaft Löberitz weitestgehend eigenmechanisiert. Das Mähen erledigt die TAS Transport- und Agroservice Raguhn eG als Lohnunternehmen in Dienstleitung, alle anderen Arbeiten wie das Wenden, Schwaden und Häckseln machen die Löberitzer Landwirte selbst mit eigenen Maschinen und Geräten. Das Transportieren des Siliergutes sowie das Einbringen und Verdichten im Silo geschieht ebenfalls in eigener Regie. „Je nach Entfernung der Flächen zum Silo sind drei bis vier Schlepper mit zwei Anhägern im Einsatz“, erklärt Produktionsleiter Andreas Hänsch.


Detlef Finger

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr