• 2014
  • 28.07.
  • 2014.28.07.

Ernte vor letzter Etappe

© Detlef Finger

Am Freitag voriger Woche rüsteten die Mähdrescherfahrer der Agrargenossenschaft Löberitz ihre Erntemaschinen nach Abschluss des Rapsdrusches wieder auf die Ernte von Getreide um.

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Das Wetter in den ersten beiden Julidekaden hätte nicht besser sein können für die Getreideernte. Am 3. Juli war in der Agrargenossenschaft Löberitz die erste Wintergerste gemäht worden, binnen viereinhalb Tagen war die früheste Getreideart von rund 425 ha vom Halm. Ab 12. Juli ging es für einige Tage im Winterraps weiter. Die Ölfrucht wurde zunächst von über 300 ha geborgen. Weitere rund 120 ha Raps, die Mitte Juli noch nicht abgereift waren, kamen dann am Donnerstag und Freitag voriger Woche unter die Messer. Zwischendurch wurden am 17. Juli 70 ha früher Winterweizen und an den beiden Folgetagen 100 ha Körnererbsen geerntet. Am Sonnabend, den 19. Juli, setzte der Erntekomplex der Genossenschaft in den Winterroggen um. Der war bis Montag voriger Woche ebenfalls von rund 200 ha komplett eingefahren, sodass die Mähdrescher wieder in den Weizen  zurückkehren konnten. Ergiebige Regenschauer von örtlich 20 bis 30 mm im weiteren Tagesverlauf stoppten dann die Erntearbeiten und führten zu einer zweitägigen Zwangspause. Am Mittwoch und Donnerstag kamen dann schließlich die noch verbliebenen etwa 120 ha Raps von den Feldern.

Noch 500 ha Weizen zu bergen

Am Freitag voriger Woche bauten die Stammfahrer Dominik Hänsch, Sigbert Hentke, Steffen Eberhard und Sascha Albrecht ihre Mähdrescher wieder auf die Getreideernte um. Aktuell sind noch rund 500 ha Weizen zu dreschen. „Zirka 200 ha davon stehen in Greppin auf acht kleineren Schlägen von durchschnittlich nur 15 ha Größe“, sagte Produktionsleiter Andreas Hänsch. „Die Erntearbeiten werden dort deshalb nicht so zügig wie auf großen Flächen vorangehen.“ Die übrigen Weizenflächen, zirka 280 ha, liegen sich in der Löberitzer Gemarkung. „Insgesamt werden wir noch eine komplette Woche brauchen, um fertig zu werden“, rechnete der Feldbauchef zu Wochenbeginn vor.

Kornfeuchte ist zu hoch

Seither war witterungsbedingt allerdings kein Drusch mehr möglich. Am Montagmittag hatte der Weizen bei einer Handprobe eine Kornfeuchte von 18 Prozent. „Wenn wir mit dem Mähdrescher reinfahren, wären es sicher noch zwei Prozent mehr“, weiß Andreas Hänsch aus Erfahrung. Unruhig ist der stellvertretende Vorstandschef der Genossenschaft deswegen noch nicht. „Wir liegen immer noch gut im Zeitplan“, betont er. Im vergangenen Jahr war der Betrieb erst am 28. August mit der Ernte fertig. Die Wettervorhersagen prognostizierten zu Wochenbeginn etwa ab Donnerstag/Freitag wieder trockenes Wetter. Sollten sie eintreffen, könnte es in Richtung Wochenende weitergehen.

Detlef Finger

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