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  • 2014.24.09.

Alle Hände voll zu tun

© Detlef Finger

Traktorist Eckhard Scholz bereitet in der Agrargenossenschaft Löberitz mit dem großen John Deere-Knicklenkerschlepper und der Grubberkombination TopDown 700 von Väderstad bei Salzfurtkapelle das Saatbett für die Aussaat des Wintergetreides vor.

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Die Maisernte in der Agrargenossenschaft Löberitz ist weit fortgeschritten. Am Dienstagnachmittag stand die Futter- und Energiepflanze noch auf etwa 100 Hektar im Feld. „Gut die Hälfte der Fläche, die wir mit Mais für unsere Biogasanlage und unseren Rinderbestand bestellt hatten, haben wir geerntet“, bilanziert Produktionsleiter Andreas Hänsch. Die rund 200 Hektar Mais, die der Betrieb auf vertraglicher Basis für das Unternehmen Danpower angebaut hatte, haben Lohnunternehmen im Auftrag des Biogasanlagenbetreibers in den letzten Tagen ebenfalls vom Feld geholt.

Getreide nach Mais

Mit dem Ertrag ist der stellvertretende Vorstandschef der Agrargenossenschaft Löberitz zufrieden: „Nach unseren Ermittlungen kommen wir auf Grünmasseerträge zwischen 550 bis 570 Dezitonnen je Hektar“, rechnet Hänsch vor und schiebt nach: „So viel haben wir bisher noch nie geerntet.“ Zudem könne der Mais, der schöne große Kolben ausgebildet hat, in bester Qualität eingebracht werden.

Die nun frei werdenden Maisflächen werden in den nächsten Tagen und Wochen mit Wintergetreide wiederbestellt. Auf den leichteren Böden in der Gemarkung Salzfurtkapelle folgen vor allem Winterroggen und Wintergerste, auf den besseren Standorten in der Löberitzer und Greppiner Flur insbesondere Winterweizen.

Zwei Dienstleister

Ab Freitag voriger Woche werden in der Genossenschaft auch die ersten Zuckerrüben gerodet. Die Ernte der Hackfrüchte, einschließlich deren Transport zur Feldrandmiete, übernehmen jeweils etwa zur Hälfte der Anbaufläche zwei Lohnunternehmen aus der Region. Knapp 2.500 Tonnen reine Rüben musste der Landwirtschaftsbetrieb per 22./23. September zur Abholung bereitstellen. Verarbeitet werden die Rüben im Werk Könnern des Zuckerunternehmens Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG.

„Die Rübenernte haben wir aus agrotechnischen Gründen auf zwei Dienstleister gesplittet“, erklärt Andreas Hänsch. Schließlich sollen die Flächen rechtzeitig für die Bodenbearbeitung und Bestellung der Nachfrucht geräumt sein, was bei der zuletzt wechselhaften Witterung nicht selbstverständlich ist. „Nach Zuckerrüben folgt bei uns auf fast allen Schlägen Winterweizen“, erklärt der Feldbauleiter. Die Aussaat des Weizens steht im Betrieb indes noch aus. Zunächst werden Winterroggen und Wintergerste gedrillt. „Von den geplanten 210 Hektar Roggen und den 425 Hektar Gerste haben wir etwa die Hälfte im Boden“, rechnet Hänsch vor. Weizen soll zur Ernte 2015 wieder auf rund 500 Hektar in der Agrargenossenschaft Löberitz stehen.

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