Typ: schweinebegeistert

28.08.2013

Schweine schnüffeln an Hand von Azubi

Das Vertrauen der Tiere hat sich Dustin Buder schon verdient, ganz dicht kommen die neugierigen Sauen heran.

Leitende Funktion in Schweine haltenden Betrieb

Obwohl er auch Rinder mag – die Schweine haben sein Herz erobert. „Für mich sind die einfach aufgeweckter als Kühe“, lautet seine Entscheidung für die rosa Vierbeiner. Mit knapp zwanzig Jahren hat Dustin Buder bereits seinen Traumberuf vor Augen: Er möchte später eine leitende Funktion in einem Schweine haltenden Betrieb besetzen.

 

keine Berührungsängste mit Nutztieren

Aufgewachsen in der Niederlausitz spielten Tiere schon immer eine Rolle in seinem Leben. Die Eltern, zwar selber nicht in der Landwirtschaft tätig, hielten zu Hause Enten, Gänse, Hühner und Schafe und natürlich Schweine. Kein Wunder, dass Dustin keine Berührungsängste mit Nutztieren hat. Auch sein Interesse in der freien Natur und nicht im Büro zu arbeiten, verstärkte den Wunsch, später eine Ausbildung zum Landwirt zu machen. Bereits während der Schulzeit nutzte er die vorgeschriebenen Pflichtpraktika, um sich auf seinem heutigen Lehrbetrieb umzuschauen. So stand nach dem Abschluss der Klasse Zehn am Gymnasium schnell fest, dass er in der Bauern AG Neißetal ausgebildet wird.

 

Ausbildung zum allgemeinen Landwirt

Dass er durchaus alle Nutztiere mag, drückt sich in der Wahl seiner Ausbildungsrichtung aus. Der Schwerpunkt der Lehre liegt nicht bei den Schweinen, er läßt sich zum allgemeinen Landwirt unterrichten. Um das Wissen aus der Ausbildung zu erweitern und den Blick für die Beurteilung von Zuchttieren zu schärfen, nahm Dustin zusätzlich dieses Jahr am Jungzüchterwettbewerb für Schweine auf der Brandenburger Landwirtschaftsausstellung (BraLa) teil. Dort trifft sich die „schweinebegeisterte“ Jugend und kämpft mit ihrem Fachwissen um einen Pokal. Dieses Jahr hat es vorerst nur für den dritten Platz gereicht, aber für die allererste Teilnahme ein hervorragendes Ergebnis. Um sich als Jungzüchter noch besser zu organisieren, wünscht er sich einen Verband für die Jugend.

 

Gleich den Rinder- oder Pferdezüchtern, vielleicht ein künfiges Projekt für die Verbände? Gut ein Lehrjahr hat er noch, in dem er für die Wettbewerbe trainieren kann. Zurzeit setzt er seine Kraft und Energie in der Sauenzuchtanlage Neu Sacro der Agrargenossenschaft Neißetal ein. Diese hat mit Dustin zweifellos Glück gehabt, denn viele Agrarbetriebe mit Nutztierhaltung suchen händeringend gute Lehrlinge.

 

Fachschulstudium mit Schwerpunkt Tierproduktion

Doch mit der Ausbildung zum Landwirt ist der berufliche Werdegang von Dustin noch nicht beendet. Er liebäugelt schon mit einem entsprechenden Fachschulstudium mit Schwerpunkt Tierproduktion. „Noch lange habe ich nicht genug dazugelernt“, betont er. Der Blick soll auch in die Ferne schweifen dürfen, ein Auslandspraktikum ist dafür in Planung. Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er natürlich ein sogenanntes Schweineland wählen. Dänemark oder die Niederlande sollten es sein.

 

Ein fester Platz im jetzigen Lehrbetrieb

Auf jeden Fall wird er seine Heimatregion nur kurzzeitig verlassen, denn wohnen und leben bleiben möchte er in der Lausitz. Die kleine Hofstelle seiner Eltern will er weiterführen und auch einen festen Platz in seinem jetzigen Lehrbetrieb könnte er sich gut vorstellen. Seinem Hobby als Jäger kann er hier ebenfalls ungestört nachgehen, die Wälder bieten viel ruhige Natur. Was noch fehlt? Eigentlich nichts. Eine Frau „mit Verständnis für meinen Beruf“ vielleicht. Denn ohne das geht es bei ihm nicht.

 

Teilnahme am Wettbewerb für Jungzüchter auf BraLa und MeLa

2008 hat sich der Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e. V. erstmals am Wettbewerb der Jungzüchter auf der BraLa beteiligt. Seitdem führt der Verband diesen Wettstreit jährlich auf den Landwirtschaftsausstellungen in Brandenburg und Mecklenburg durch. Die Jugendlichen, in der Regel Auszubildende, Praktikanten, Schüler und Jungfacharbeiter der Schweineproduktion, müssen dabei einen theoretischen und einen praktischen Teil absolvieren. In der Theorie, welche zu 80 Prozent in die Endauswertung einfließt, müssen 20 Fragen aus den Bereichen Haltung und Tierschutz, Ferkelerzeugung, Schweinemast und Fütterung beantwortet werden. Dann schließt sich der Komplex Tierbeurteilung an. Hier kann die Jugend ihr trainiertes Auge in der Bonitierung der Sauen messen. Dabei steht ihnen eine Fachkraft des Zuchtverbandes zur Seite. Am Ende werden die drei besten gekürt.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr