Jungzüchter mit vollem Einsatz

10.03.2014

© Anja Nährig

Im Team arbeiten die Jungzüchter über die Ländergrenzen hinweg zusammen.

Andreas Fritzsch betreut die sächsischen Jungzüchter und ist regionaler Zuchtberater der Masterrind in den Landkreisen Freiberg, Marienberg und Chemnitz.

Viele sächsische Jungzüchter haben sich an der Schau der Besten in diesem Jahr beteiligt. Für wen waren sie im Einsatz?
Aus Sachsen waren 18 Jungzüchter mit in Verden. Zwei davon sind schon eine Woche vorher hingefahren, zur Vorbereitung der Auktionstiere und Nachzuchten. Im Team mit den Niedersachsen und der WEU (Weser-Ems-Union), halfen, schätze ich, insgesamt 15 Jungzüchter bei der Vorbereitung bis Montag den 24. Februar. Danach kamen dann alle anderen dazu. Im Team ist man für alle Tiere verantwortlich, da wird kein Unterschied nach Herkunft machen, bekommen alle die gleiche Betreuung.

Seit wann bereiten die jungen Leute die Kühe für die Schauen vor, gibt es dabei eine Tradition?
Gewissermaßen ist das schon eine Tradition. Unsere Jungzüchter helfen seit Bestehen des Sächsischen Rinderzuchtverbandes mit. Der Verband organisiert in jedem Jahr mehrere Tierschauen. Besonders verstärkt ist die Betreuung der
Kühe zu regionalen und nationalen Wettbewerben seit Gründung der Masterrind 2006, die ebenfalls jedes Jahr mehrere Tierschauen durchführt.

Welche Voraussetzungen muss ein Jungzüchter erfüllen, um auf Schauen mitarbeiten zu dürfen?
Wer in einem Betreuungsteam mitarbeiten möchte, sollte Interesse an der Rinderzucht haben, eventuell auch schon eine Ausbildung in der Landwirtschaft. Er sollte ehrgeizig und zuverlässig sein sowie Spaß an der Arbeit mit Tieren haben.

Was ist der Anreiz für den Nachwuchs mitzumachen?
Die größte Motivation ist die Arbeit mit Kühen außerhalb des Arbeitsprozesses sowie das Handling hochwertiger Zuchttiere. Auch das Kennenlernen anderer Jungzüchter, neue Freunde zu finden oder sich mal auszutesten, ob man in einem Team arbeiten kann, sind Beweggründe. Vor allem aber neue Dinge im Umgang mit den Kühen zu lernen, um später vielleicht auch selbst mit Schautieren zu einem Wettbewerb gehen zu können, interessiert die jungen Menschen. Außerdem werden die Jungzüchter immer gut versorgt, haben umsonst eine Unterkunft, und ein kleines Taschengeld ist auch noch drin.

Haben die Jungzüchter auch in der Vorbereitung der Tiere für die Auktion mitgewirkt?
Auf alle Fälle! Die Tiere wurden, wie schon erwähnt, bereits eine Woche zuvor nach Verden gebracht, um sie speziell zu füttern, zu waschen, zu frisieren und zu trainieren, damit sie am Auktionstag in einer guten Kondition sind. Für die Vorbereitung wurden erfahrene Jungzüchter ausgewählt, die die Arbeit im Betreuungsteam schon kennen und ein Händchen für Rinder haben. Oft sind Kälber dabei, die eine besondere Pflege benötigen.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit der Jungzüchterklubs innerhalb der Masterrind, wird es mit dem Beitritt der WEU schwieriger?
Die Zusammenarbeit klappt perfekt, viele züchterisch interessierte Jungs und Mädchen haben sich bereits bei überregionalen Jungzüchterwettbewerben und Kuhschauen kennengelernt. Außerdem haben wir unsere alljährliche Exkursionsfahrt ins Gebiet der WEU gemacht, um uns mit den Jungzüchtern vor Ort bekannt zu machen und anzufreunden. Zudem ist durch das Internet mit Facebook die Kommunikation über große Entfernungen heute wirklich kein Problem mehr. Im letzten Jahr haben wir Verantwortlichen der drei Zuchtregionen zusammen an einem Tisch gesessen, um uns über die gemeinsame Arbeit der Jungzüchterklubs in den Gebieten abzustimmen. So finden jährlich zwei überregionale Wettbewerbe statt, um den Zusammenhalt zu fördern.

Welche Wettbewerbe sind das?
Überregional findet jedes Jahr der Triathlon in Verden (18. bis 19. April 2014) und im Wechsel mit der WEU und Sachsen, ein Wettbewerb bei den Landtagen (in diesem Sommer bei der WEU und nächstes Jahr auf der Agra in Leipzig) statt. Außerdem werden in jedem Zuchtgebiet regionale Wettbewerbe durchgeführt. In Sachsen wird zum Beispiel am 10. Mai 2014 ein sachsenoffener Jungzüchterwettbewerb am Fachschulzentrum Zug bei Freiberg stattfinden. Weiterhin wird in Neudörfel im Vogtland am 1. Juni der alljährliche JZ-Wettbewerb durchgeführt. Weitere Termine findet man auf der Masterrind-Webseite (www.masterrind.com) unter der Rubrik Jungzüchter und auf unserer sächsischen Jungzüchterseite (www.jungzuechter-sachsen.de).

Die Fragen stellte Anja Nährig

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