Einer für alle - alle für einen

10.10.2016

© Heinrich Schulte

Eine tolle Truppe: Die Teilnehmer des diesjährigen Bundeswettbewerbes.

Bildergalerie: Einer für alle - alle für einen

Während eines gesamten Wochenendes standen störende Konkurrenzgedanken im Hintergrund – der diesjährige Bundeswettbewerb der Fleischrind-Jungzüchter war von einer sehr herzlichen und familiären Atmosphäre geprägt. Alle Jungzüchter und Betreuer hielten fest zusammen und halfen sich gegenseitig. Der Spaß in der Gemeinschaft und die Freude am Tier standen drei Tage im Vordergrund. Einer für alle – alle für einen!

Nachdem am Freitag die Teilnehmer und die Tiere gut angekommen waren, startete am Samstagvormittag der Bundeswettbewerb mit dem Teilwettbewerb „Vorführen“. Schon bei den jüngsten Klassen beeindruckte sofort das hohe Niveau der Teilnehmer. Preisrichter Sina Langhorst, Masterrind, und Paul Bierstedt, RBB, hatten von Anfang an einen schwierigen Job zu erledigen. Das hohe Niveau zog sich bis zu den ältesten Klassen durch.

Ein spannender Vormittag bot sich allen Beteiligten, an dessen Ende drei Bundessieger des Vorführwettbewerbes feststanden: In der Altersklasse jung (7 bis 13 Jahre) stellte Anna Sophie Neitzel den Richtern ihr Uckermärker-Jungrind so gekonnt vor, dass sie mit der Siegerschärpe belohnt wurde. Reservesieger in der jüngsten Altersklasse wurde Gerk Fredehorst mit seiner Fleckviehfärse „Alanya“. In der mittleren Altersklasse (14 bis 16 Jahre) siegte Tim-Aaron Rasch mit dem Gallowaybullen „Baron“. Die beiden bildeten im Ring eine Einheit und strahlten viel Harmonie aus. Jonas Schrör erhielt mit der Limousinfärse „KHW Belana“ den Reservesiegertitel. Bei den „alten“ Jungzüchtern (18 bis 25 Jahre) überzeugte nach einer spannenden Siegerauswahl Jannik Kastens mit dem Charolaisbullen „Herkules“. Laura-Marie Katzke sicherte sich mit der Anguskuh „Dense“ den Reservesieg.

Nachdem sich alle in der Mittagspause etwas erholt und gestärkt hatten, ging es am Nachmittag mit den Teilwettbewerben „Tierbeurteilung“ und „Rangieren“ weiter. Zum Einstieg erklärte Paul Bierstedt (selbst ehemaliger Jungzüchter und heute als Zuchtinspektor in der Fleischrinderzucht tätig) detailliert die Tierbeurteilung an einer Pinzgauerfärse. Dann hatten die Jungzüchter die Aufgabe, zwei weitere Pinzgauerfärsen selbstständig zu beurteilen. Keine leichte Aufgabe – dennoch wurde sie von allen Teilnehmern gut gemeistert.

Nach der Tierbeurteilung stand das Rangieren auf dem Programm. Im ersten Durchlauf wurden den Jungzüchtern vier Charolaisbullen präsentiert, die es zu platzieren galt. Im zweiten Durchlauf richteten die Teilnehmer eine Gruppe von vier Färsen der Rasse Highland Cattle.

Am Sonntag war es dann endlich so weit. Alle Jungzüchter zogen in den Ring und lauschten gespannt den Ergebnissen der Tierbeurteilung und des Rangierens. Die Spannung erreichte kurz vor der Bekanntgabe der Grand Champions ihren Höhepunkt. Nur der Jungzüchter, der in allen drei Teilwettbewerben überzeugen konnte, kann am Ende Gesamtsieger seiner Altersklasse werden.

In diesem Jahr konnte Anna-Sophie Neitzel den begehrten Pokal der jüngsten Altersklasse nach Hause holen. Sie zeigte die kontinuierlichste Leistung in allen drei Teilwettbewerben in ihrer Altersklasse. Erst sicherte sie sich die Siegesschärpe beim Vorführwettbewerb, bei der Tierbeurteilung errang sie Platz vier und beim Rangieren erreichte sie wiederum Platz eins.

Unschlagbar in der mittleren Altersklasse war Hannes Wehde. Er wurde Klassensieger beim Vorführwettbewerb, dritter bei der Tierbeurteilung und vierter beim Rangieren. Den Grand Champion-Titel der ältesten Altersklasse verdiente sich Niklas Sölzer. Er setzte sich im Vorführwettbewerb in seiner Klasse durch und errang einen 1a-Platz. Bei der Tierbeurteilung siegte er ebenfalls, und beim Rangieren errang er Platz sechs.

Herzlichen Glückwunsch an die Sieger für diese tolle Leistung, und vielen Dank an alle Teilnehmer, Betreuer und Begleiter! Es war ein sehr schönes und spannendes Wochenende. Und natürlich gilt unser Dank auch allen Sponsoren, die uns großzügig unterstützt haben. Ohne Sponsoren und tatkräftige Helfer wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Bundeswettbewerb der Fleischrind-Jungzüchter.


EXTRAWISSEN

Im April 2015 wurde der „Verband deutscher Fleischrind-Jungzüchter“ neu gegründet. Er verfolgt den Zweck der Zusammenarbeit der Jungzüchter auf nationaler und internationaler Ebene. Weiter richtet er Wettbewerbe und Lehrgänge auf Bundesebene aus und stellt einheitliche Richtlinien dafür auf. Mitglieder können Zuchtorganisationen, Jungzüchtervereine oder Rassedachverbände werden.

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