Die Bilanz der Bemühungen

09.05.2016

© Sabine Rübensaat

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Langsam werden die Tage wieder länger. Auch für Tobias Schubart aus dem brandenburgischen Groß Schönebeck. In diesem Jahr waren wieder 100 ha Sonnenblumen und knapp 300 ha Mais zu legen, alles mit Unterfußdüngung.

Der 21-Jährige ist bei der SAG-Schorfheider Agrar-GmbH Groß Schönebeck seit zwei Jahren für die Aussaat von Sonnenblumen und Mais verantwortlich. Zuvor hatte er dort auch die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice erfolgreich absolviert. So erfolgreich, dass er bester Auszubildender seines Jahrgangs war und sogar auf Bundesebene am Berufswettkampf teilnehmen konnte.

Und wie es der Zufall so wollte, wurde just am Ende seiner Ausbildung bei der SAG das Gespann aus John-Deere-6210 R und der Einzelkornsämaschine Amazone EDX frei und Tobias sein neuer Stammfahrer. Die drei passen gut zusammen. Davon ist Rainer Dickmann, einer der beiden Geschäftsführer der SAG, überzeugt: „Als Stammfahrer auf dem Einzelkorngespann trägt Tobias einen großen Teil zum Gelingen unserer Ernte bei. Er ist sich seiner Verantworung bewusst, da können wir uns voll auf ihn verlassen.“

Gemeinsam mit Olaf Pieper, seinem geschäftsführenden Kollegen betreibt Rainer Dickmann seit vielen Jahren eine intensive Nachwuchsarbeit. „Wir bilden kontinuierlich und vor allem in allen Unternehmensbereichen aus“, so Dickmann. Deshalb habe die SAG auch keine Nachwuchssorgen. Dafür engagieren sich beide Geschäftsführer aber auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit für den Nachwuchs. „Gerade war wieder der sogenannte Zukunftstag an Schulen in ganz Brandenburg. Da müssen wir dabei sein. Außerdem sind Schülerpraktika sehr wichtig und eine gute Gelegenheit, in unsere Branche reinzuschnuppern,“ ergänzt Olaf Pieper. Je ein Auszubildender pro Lehrjahr, das ist die Bilanz der Bemühungen der SAG. Hinzu kommen noch ein Auszubildender, der gleichzeitig die gymnasiale Oberstufe besucht und ein dualer Student, der berufsbegleitend an der Hochschule Neubrandenburg Agrarwirtschaft studiert.

Doch als Betrieb muss man auch in der Lage sein, wirklich ausbilden zu dürfen, gibt Rainer Dickmann zu bedenken. In vielen Fällen scheitert es an bürokratischen Hürden. So reicht es nicht, wenn es im Betrieb einen Mitarbeiter mit nachgewiesener Ausbildereignung gibt. In Brandenburg muss der- oder diejenige auch noch über eine Ausbildungsbefugnis der zuständigen Stellen verfügen. Laut offiziellen Berichten gibt es momentan so viele offene Ausbildungsplätze wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Nachwuchs wird knapp. Deshalb ist es wichtig, ausbildungswillige Landwirtschaftsbetriebe zu unterstützen und nicht auszubremsen.

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