Biwak, Party und Politik

01.07.2016

© BDL / Gräschke

Biwak, Party und Politik

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Erfahrungen austauschen, sich vernetzen, gemeinsam feiern und das gastgebende Bundesland kennenlernen – dafür kommen seit 1950 alle zwei Jahre in der Landjugend organisierte junge Leute aus allen Teilen der Bundesrepublik an einem Ort zusammen. Diesmal war es Tarmstedt in Niedersachsen, und der Gastgeber, der Niedersächsische Landjugendverband (NLJ) meisterte, so war man sich einig, die logistische Herausforderung mit Bravour. Neben einer Zeltstadt aus 76 Großzelten organisierten die Niedersachsen 18 Exkursionen, drei Bands, zwei Partys, einen ökumenischen Gottesdienst sowie das Theaterstück „Skandal um Rosi“, in der die Darsteller kurzweilig, aktuell und politisch ihre Landjugend-Erfahrungen verarbeitet hatten.

„Die Niedersächsische Landjugend hat mit viel Herzblut, Gastlichkeit und Engagement einen großartigen Landjugendtag gemeistert, bei dem alles gepasst hat. Wir wissen, wie viel Kraft und Nerven, wie viel Engagement und Leidenschaft in dieser grandiosen Veranstaltung stecken. Das sind weit mehr als 10 000 Arbeitsstunden Landjugend-Engagement. Dafür danken wir allen Beteiligten außerordentlich“, zeigten sich die BDL-Bundesvorsitzenden Nina Sehnke und Sebastian Schaller begeistert.

 

Respekt bekundet

Die Exkursionen am Samstagnachmittag führten auf agrarische Betriebe, aufs Wasser, auf Kremser und Draisine – und brachten den Teilnehmern das Bundesland Niedersachsen näher.

Die politischen Gäste des Landjugendtages sparten nicht mit guten Worten: Alle müssten sich dafür stark machen, dass Jugend auf dem Land leben kann, so die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, Caren Marks. „Da ziehen wir gemeinsam an einem Strang und zwar in die gleiche Richtung.“ Marks hob die besondere Bedeutung der Jugendverbandsarbeit in den ländlichen Räumen hervor und sagte: „Ihr zeigt, der jungen Generation ist es nicht egal, was in unserer Gesellschaft passiert. Euer Einsatz für ein gutes Miteinander verdient unseren Respekt ... Die Landjugend ist für uns ein wichtiger Gesprächspartner und wertvoller Ideengeber bei der Entwicklung von Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Demografiestrategie.“

Nina Sehnke hatte zuvor verlässliche Rahmenbedingungen für die Landjugendarbeit gefordert und Planungssicherheit bei Förderprogrammen sowie die Mitsprache bei deren Ausgestaltung angesprochen. „Wir werden dafür kämpfen, gehört zu werden“, ergänzte Sebastian Schaller. Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) sprach sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum aus: „Das ist für uns als Unternehmerinnen, die Nachwuchskräfte auf dem Land dringend brauchen, sehr wichtig“.

 

Mut gemacht

Der generationenübergreifende Austausch mit dem Erwachsenenverband des BDL, dem Deutschen Bauernverband (DBV), trägt bereits über ein halbes Jahrhundert, weiß DBV-Vizepräsident Werner Hilse, stolz, die Landjugend in seiner niedersächsischen Heimat zu begrüßen. Angesichts der Marktlage machte er den Junglandwirten Mut: „Landwirtschaft hat eine Zukunft. Global betrachtet, werden die Menschen mehr und die Fläche weniger. Wir müssen alles tun, um die vielen Menschen satt zu bekommen.“ Es sei wichtig, bei seinen unternehmerischen Entscheidungen den Blick fürs Reale nicht zu verlieren.

Weiter Infos: www.dlt2016.de.

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