Schauen, diskutieren, beraten

07.03.2013

 

 

Der „Young Farmers Day“, der Tag der Junglandwirte auf der EuroTier 2012, zeigte es: Die Agrarbranche hat junge, gut ausgebildete Fachkräfte und eine Agrarwirtschaft, die sich für sie interessiert. Der vor- und nachgelagerte Bereich der Landwirtschaft rührten dabei ganz kräftig die Trommel. Die Foren „Ausbildung Geflügelwirt – Traineeprogramm der DLG e. V.“ und die Jobforen Tierernährung „Erfolgskonzepte für die Karriere“ waren oft bis zum letzten Platz besetzt. Unter anderem interessierten sich Jugendliche, die noch in der Ausbildung sind, hier dafür, ob es für sie eine Option ist, ein Studium anzuschließen, und wenn ja, in welche Richtung. Künftige Absolventen landwirtschaftlicher Hoch- und Fachschulen hörten sich an, was die Futtermittelwirtschaft für den Nachwuchs zu bieten hat. 


 

Beratung für den Werdegang

 

Konkret wurde es an allen vier Tagen der EuroTier unter an­derem auch am DLG-Stand

bei der Berufsweg- und Karriereberatung. Dort wurde eine Beratung durch Personal- und Agrarexperten angeboten. „Während man bis zum Anmeldeschluss für dieses Angebot noch einen Beratungsplatz ergattern konnte, waren die Möglichkeiten für die Kombination mit einem Bewerbungsunterlagencheck schnell ausgeschöpft“, erinnert sich die Koordinatorin dieses DLG-Angebotes, Ulla Mikosch. An den vier Tagen erhielten 30 junge Menschen von sechs Experten viele wertvolle Tipps. „Unsere Berater schätzten ein, dass sie mit sehr ambitionierten und qualifizierten jungen Menschen gesprochen hatten.“ 


Bei den Gesprächen zur Berufsweg- und Karriereberatung ging es unter anderem

darum, ob entsprechend der persönlichen Situation eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht, ein Agrarstudium angeschlossen oder in den Beruf eingestiegen werden sollte.

Der Bewerbungsunterlagencheck deckte einige Mängel auf. Welche es waren und was ein Experte empfiehlt, lesen Sie im Interview mit dem Geschäftsführer des DLG-Fachzentrums Landwirtschaft, Dr. Lothar Hövelmann, (BauernZeitung, Ausgabe 49 auf Seite 39).


Moderne Technik für die Tierhaltung konnte in den gut gefüllten Hallen ins Visier genommen und getestet werden.  Das wurde ausgiebig genutzt. In den Messehallen streiften viele junge Landwirte und Auszubildende neugierig von Stand zu Stand. Unter ihnen waren viele Auszubildende, die ihr frisch erworbenes  Wissen an der modernen Technik erprobten.


Viel zu sehen für junge Leute


Eine Gruppe junger Männer erklärte einander selbstsicher das Funktionieren eines Melkroboters. Neben der modernen Maschine läuft Werbung an der Wand: Ein schmucker Bauer brüht sich eine Tasse Kaffee auf und genießt sein Frühstück. „Ist der Melkautomat fürs Frühstück gedacht?“, frage ich die Burschen etwas hinterhältig und füge hinzu: „Ist ja eine etwas teure Kaffemaschine.“ Aber die lassen sich nicht verunsichern. „Nö“, antworten sie höflich, schauen aber skeptisch ob der seltsamen Frage, „auf so einem Hof gibt es ja genug anderes zu tun, den Ackerbau zum Beispiel.“ Der eine kommt vom eigenen Hof mit Milchviehhaltung und wird dorthin zurückgehen, ein anderer bevorzugt den Ackerbau. Dann diskutieren sie schon an der nächsten Maschine.


Tipps:

Nachwuchskräfte auf den Jobforen*

• Starten Sie auch mal in Positionen, die nicht dem Ausbildungsabschluss entsprechen, denn ein zukunftsorientiertes Unternehmen wird schnell Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten.

• Seien Sie neugierig und zeigen Sie Initiative!

• Schauen Sie über den Tellerrand! – Was machen die anderen in der Branche?

• Nutzen Sie Auslandspraktika!

• Gehen Sie offen auf die Leute zu!

• Geben Sie Ihrem Lebenslauf zeitig eine eigene Note, beispielsweise die Rinderhaltung. Damit werden Sie attraktiver für das Unternehmen.  


 

* Tierernährung

      

Annekatrin Pischelt

 

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