Pflanzenzucht auf der Insel Poel

08.08.2013

Nico Mellendorf, Landwirt © Erik Pilgermann

Seit 1897 wird in Malchow auf der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern Raps gezüchtet. Heute umfasst der Zuchtgarten der dort ansässigen Norddeutschen Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG (NPZ) 360 Hektar. Trotz moderner Labore und neuer Züchtungsmethoden ist der Anteil der Handarbeit immer noch groß. Für die Arbeit im Zuchtgarten gibt es aber auch spezielle Maschinen, um die Versuchsparzellen präzise zu bearbeiten. Nur so lassen sich die Ergebnisse hinterher auch für die Weiterentwicklung neuer Sorten verwenden. Die Maschinen, die im Moment im Zuchtgarten ihre Bahnen ziehen, sind die sogenannten Scheitelmaschinen. Mit ihnen werden die Rapsparzellen voneinander getrennt und zu „Paketen“ geformt. Nur so kann hinterher der Parzellenmähdrescher die reifen Plots beernten, ohne links und rechts Schüttelverluste zu verursachen. Zwei, die sich bestens im Zuchtgarten auskennen, sind Nico Mellendorf und Steffen Glüder. Die beiden 30- und 31-jährigen Landwirte haben ihr Handwerk bei der NPZ gelernt und arbeiten seitdem in Malchow. Firmenchef Dietmar Brauer ist stolz auf seine Jungs. Schließlich haben sie bei der NPZ nicht nur den Beruf des Landwirts gelernt, sondern auch noch eine gehörige Portion Pflanzenzucht abbekommen. Wie wichtig die Einhaltung von Terminen im Zuchtgarten ist, zeigt sich daran, dass auch an Tagen mit mehr als 33 °C im Schatten die Arbeit in den Parzellen nicht ruht.

 

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