Energie sparen im Baudenkmal

10.06.2015

© SMART SKRIPT

Die Absolventen des Lehrgangs "Vom Passiv- zum Plus-Energie-Haus" mit ihrer Tutorin, Friederike Hassemer (2.v.r.).

Im nächsten Jahr werde es in Darmstadt den Kurs „Auffrischung für Energieeffizienz-Experten – Energieeffizienz im Baudenkmal“ geben, hat die Ina Planungsgesellschaft mbH (ina) mitgeteilt. In Deutschland gibt es rund 40 Millionen Wohnungen. Davon wurden knapp zwei Drittel vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet. Sie sind renovierungsbedürftig, da sie nicht mehr den energetischen Anforderungen entsprechen. Besondere Bedingungen sind bei der Sanierung historischer, insbesondere denkmalgeschützter Gebäude zu beachten. Die Fortbildung wird von ina in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Darmstadt angeboten. Sie qualifiziert Architekten, Ingenieure und Energieberater, um als Sachverständige in die Expertenliste „KfW-Effizienzhaus Baudenkmal“ aufgenommen werden zu können. Diese führt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) für Förderprogramme des Bundes. So unterstützt beispielsweise die KfW sowohl eine energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus als auch Einzelmaßnahmen wie einen Austausch der Heizungstechnik und das Erneuern der Fenster.

Was gibt es bei der energetischen Modernisierung von Denkmälern zu berücksichtigen? Verbesserungen sind nur auf der Grundlage einer bautechnischen und bauphysikalischen Untersuchung, Analyse und Bewertung der Bausubstanz zu erreichen. Dazu gehören Kenntnisse physikalischer Vorgänge ebenso wie Wissen um die Kultur und die Spezifika historischer Bausubstanz. Kritische Punkte bilden Wärmebrücken, die energetische Qualität historischer Fenster und eine Innendämmung. Das alles erfordert eine interdisziplinäre Fachkunde der Energieberater. Ziel der Fernlehrgänge ist es, den Teilnehmern neue Entwicklungen des energieeffizienten Bauens und Sanierens zu vermitteln. Derzeit kann der Fernlehrgang „Wege zum Niedrigstenergiegebäude 2020“ besucht werden. Der Kurs zur „EnEV 2014 und Bafa-Richtlinie 2012“ wird überarbeitet und demnächst sowohl mit 16 als auch mit 80 Unterrichtseinheiten (UE) angeboten (EnEV = Energieeinsparverordnung, Bafa = Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Während der Fortbildung können die Teilnehmer die Tutoren über ein Online-Forum, per E-Mail und Telefon erreichen. Die Lehrgänge „Wohngebäude im Bestand“ und „Energieberater Nichtwohngebäude“ mit jeweils mindestens 130 UE erlauben es den Absolventen, Energieausweise für Altbauten auszustellen. Bereits über 480 Planer haben sich in Darmstadt qualifiziert. Die Anmeldung und die Teilnahme an den Kursen sind jederzeit möglich.

www.energieberater-ausbildung.de

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