Geschichte der Bauernzeitung

Geschichte der BauernZeitung
50 spannende und ereignisreiche Jahre konnte die BauernZeitung für Sie berichten.

Die Bezeichnung „BauernZeitung“ kam nach unserem aktuellen Kenntnisstand schon im vorvorigen Jahrhundert auf. Als 1883 der Allgemeine Deutsche Bauern-Verein gegründet wurde, hieß dessen Vereinsblatt „Deutsche Bauern-Zeitung“. Eine Zeit lang trug im vorigen Jahrhundert auch das Organ des Deutschen Bauernverbandes diesen Namen. Die Geschichte der ostdeutschen BauernZeitung beginnt im Jahr …

 

1960

Gründung des Blattes durch die SED-Parteiführung. Im Juli fällt der Beschluss dazu, am 4. November folgt die Erstausgabe als „Neue Deutsche Bauernzeitung“ (NDBZ) mit der Lizenznummer 697 des Presseamtes der DDR. Als Chefredakteur wird der junge Agrarjournalist Arnolf Kriener berufen. Redaktionssitz ist 1040 Berlin, Reinhardtstraße 14. Die Vorläufertitel „Der Genossenschaftsbauer“, „Der Freie Bauer“ und „Die Landjugend“ stellen ihr Erscheinen ein.

 

1961

Schwieriger Start: Die Vorläufertitel haben in den letzten Jahren starke Auflagenverluste hinnehmen müssen. Die junge BauernZeitung kann mit Mühe 200 000 Abonnenten binden, so gut sie auch damals schon gemacht ist.

 

1965

Die Auflage stabilisiert sich. Der Inhalt der Zeitung gliedert sich nach mittlerweile bewährtem Muster. Am Anfang kommt der Blick in die Welt. Rubriken wie Pflanzenproduktion, Tierproduktion und Betriebswirtschaft schließen sich an. Dann folgt ein noch kurzer Ratgeberteil, der in den folgenden Jahren immer weiter ausgebaut wird. Im letzten Drittel gibt es Unterhaltung. Hier werden Termine bekannt gegeben, Leserbriefe, Romanausschnitte, das Rundfunkprogramm sowie Reportagen zum Familienleben und Witze gedruckt.

 

1967

Vor-Ort-Korrespondenten in Hagenow/Rostock, in Erfurt und in Karl-Marx-Stadt werden eingestellt. Das bringt Praxiswind ins Heft und spart unheimlich viel Benzin!

 

1972

Umzug ins neue Verlagsgebäude am Franz-Mehring- Platz in Berlin-Friedrichshain. Die Arbeitsbedingungen verbessern sich deutlich. 

 

Mühen in der Ebene

In den 70er und 80er Jahren zeichnet sich die NDBZ durch sehr beständige Arbeit aus. Die Ratgeberseiten werden erweitert, ein Netz von Dorfkorrespondenten entsteht, eine spezielle Frauenseite wird kreiert, Jagdgeschichten finden Anklang. Auch die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft wird ausgebaut. Der stellvertretende Chefredakteur Dr. Julius Paul wird zur Akademie der Landwirtschaftswissenschaften delegiert und dort Leiter für Öffentlichkeitsarbeit.

 

1986

Dr. Arnolf Kriener gibt die Redaktionsleitung an seinen langjährigen Stellvertreter Dr. Udo Augustin ab. Der studierte Ökonom setzt den erfolgreichen Kurs der Zeitung fort. Die wöchentliche Auflage erreicht jetzt 225 000 Exemplare! 1988 Die Redaktion beschäftigt etwa 35 Redakteure. Diese produzieren wöchentlich nicht nur 32 Seiten Qualitätszeitung unter schwierigsten technischen Bedingungen, sondern leisten umfangreiche Beratungsarbeit in der Redaktion und vor Ort. Pro Jahr kommen über 7 000 Leserbriefe – und alle werden beantwortet!

 

Der schwere Weg der „Wende“

1989

Die Umwälzungen des 89er Herbstes lösen auch bei der NDBZ große Diskussionen aus. Am 8. Dezember 1989 erklärt sie sich für politisch unabhängig, insbesondere vom bisherigen Herausgeber, der SED. Auf dem Titelblatt steht jetzt „Unabhängiges Wochenblatt für Landwirtschaft und Ernährung“. Man vermerke: Die Informations- und Medienfreiheit stellt die Volkskammer der DDR erst im Februar 1990 her!

 

1990

Über den weiteren Weg des Blattes im Chaos der Wendezeit herrschen geteilte Meinungen. Nach scharfer Diskussion über eine eventuelle „Rückübertragung“ an die VdgB gelingt Chefredakteur Dr. Augustin und seinen Mitstreitern mit Mut und Beharrlichkeit der Übergang in den Deutschen Bauernverlag, der zu dieser Zeit schon von der Treuhand verwaltet wird. Dieser Schritt war schlicht die Rettung der NDBZ überhaupt, denn weder SED noch VdgB erwiesen sich im Nachhinein als sichere Häfen. Obwohl ein Teil der Redakteure in diesen Monaten zu eigenen Wegen in die gesamtdeutsche Agrarpublizistik aufbricht, zieht etwas Zuversicht in der Redaktion ein. Mutig werden die neuen Herausforderungen, die die Marktwirtschaft stellt, ins Visier genommen und der Fachteil in dieser Richtung erweitert. Das sollte aber nicht mit Abstrichen an der sozialen Thematik sowie am Unterhaltungswert der Zeitung erkauft werden.

 

1991

Im September privatisiert die Treuhand den Deutschen Bauernverlag an ein Konsortium aus vier westdeutschen Agrarverlagen (Landwirtschaftsverlag Münster, Bayerischer Landwirtschaftsverlag, Landbuchverlag Hannover, Landwirtschaftsverlagsgesellschaft Oldenburg). Im Oktober werden Dr. Franz-Josef Budde (Münster) und Johannes Urban (München) als Chefredakteure eingesetzt. Dr. Augustin verlässt nach konzeptionellen Differenzen den Verlag. Die Fügung „Unabhängiges Wochenblatt“ wird mit der Ausgabe 45 Anfang November aus dem Zeitungskopf gestrichen.

 

In der neuen Gesellschaft

1992

Umbruch in Inhalt und Gestaltung: Ab Januar heißt das Blatt einfach „BauernZeitung“, erscheint mit 72 Seiten in kompakterem Format und wird auf landwirtschaftliche Fachinhalte fokussiert. Der Regionalteil bekommt 4-6 länderspezifische Wechselseiten, der Unterhaltungsteil tritt etwas zurück.

 

1993

Erneuter Leitungswechsel: Die Agraringenieurin Brigitte Braun aus dem Rheinland übernimmt die Chefredaktion.

 

1994

Umzug nach Berlin- Wedding, Brunnenstraße 128.

 

1996

Chefredakteurin Braun wird von dem in Brandenburg gebürtigen Journalisten Ralf Stephan abgelöst. Er geht positiv auf die Leser zu und nimmt Kurs auf die Stärkung der Landesredaktionen und den qualitativen Ausbau des Fachteils. „Ratgeber Pflanzenschutz“ und weitere Sonderhefte entstehen.

 

1999


Umzug nach Berlin-Wilmersdorf, Wilhelmsaue 37.

 

2000

Aufbau der Internetseite und neues Layout.

 

2008

Der frühere BauernZeitungsredakteur Ralph Judisch tritt die Redaktionsleitung an. Er initiiert Layoutmodernisierung sowie Ausbau des Familienteils. Intensive Partnerschaft mit den Bauernverbänden.

 

2010

Die Schriftleitung übernimmt der aus dem Nordosten des Landes stammende Agraringenieur Dr. Thomas Tanneberger. Die Redaktion feiert mit neuem Geschichtsbewusstsein und einem zukunftsorientierten Sonderheft ihre „50 Jahre“. 

Buchbestellung

 

Buch kaufen



Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr