Wildschweine sind die Hauptüberträger der Afrikanischen Schweinepest (ASP). (c) Sabine Rübensaat

++ ASP-Newsticker: Fallwild im Oberlausitzer Seuchengebiet positiv getestet ++

In Deutschland wurde die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen. Fortlaufend aktualisierte Infos dazu können Sie in unserem ASP-Newsticker verfolgen.

Erst war es lediglich ein amtlicher Verdacht, sehr schnell aber stand fest: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland angekommen. Die vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in der Nacht auf den 10. September untersuchten drei Proben des im Südosten von Brandenburg gefundenen Wildschweinkadavers fielen positiv aus. In unserem Newsticker halten wir Sie zu den Folgen auf dem Laufenden.


15.11., 13.25 Uhr / Fallwild im Landkreis Görlitz positiv getestet

In der Restriktionszone im sächsischen Landkreis Görlitz wird seit dem 11. November gezielt nach toten Wildschweinen gesucht. Zuletzt waren elf Suchstaffeln mit über 150 Personen im gefährdeten Gebiet auf Fallwildsuche. Mehrere verendete Wildschweine wurden gefunden und beprobt. In zwei Proben hat das Friedrich-Loeffler-Institut am Wochenende das ASP-Virus nachgewiesen. Es handelt es sich um Knochenreste, die in der Gemeinde Podrosche nahe der polnischen Grenze, rund 8 km vom Erstausbruch in Pechern/Krauschwitz entfernt, gefunden wurden.


6.11., 16.50 Uhr / Weitere ASP-Fälle in Brandenburg bestätigt – ein Überblick

Das FLI hat am Donnerstag (5.11.) bei drei weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Bei allen drei Funden handelt es sich um Fallwild aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree um den Ort Neuzelle. Damit gibt es bislang insgesamt 127 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg. Eine Übersicht der bisherigen Fälle. red

FundortAnzahl bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen
(Stand: 5. November 2020)
Landkreis Spree-Neiße14
106Landkreis Oder-Spree106
Landkreis Märkisch-Oderland7
Land Brandenburg gesamt127
(c) Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg

6.11., 16.28 Uhr / Angepasste Restriktionszonen und Fortschritte beim Zaunbau

Am Donnerstag, den 5.11., wurde in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald ein weiteres Kerngebiet eingerichtet und die übrigen Restriktionszonen erweitert. Für den Landkreis Barnim wurde eine Pufferzone eingerichtet, die ab 6. November gültig ist.

Die Pufferzone im Landkreis Barnim umfasst im äußersten Osten des Landkreises die Gemeinde Lunow-Stolzenhagen mit allen Gemarkungen. In diesem Gebiet wird verstärkt nach Fallwild gesucht, Schweinehalter sind unter anderem verpflichtet, Hausschweine so abzusondern, dass sie nicht mit Wildschweinen in Berührung kommen können, zudem müssen geeignete Desinfektionsmöglichkeiten an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorten eingerichtet werden. Mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung kann auch im Landkreis Barnim mit dem Bau eines festen Zauns an der deutsch-polnischen Grenze entlang der Oder begonnen werden.

Auch der Landkreis Oder-Spree hat seine Restriktionszonen erweitert. Ein zweites Kerngebiet um die Fundstellen bei Friedland wird bis zum Wochenende zunächst mit einem mobilen Zaun (Bauzaun, Elektrozaun) gesichert. Hier gilt ein striktes Jagd- und Betretungsverbot von Wäldern und offenen Flächen. Auch das benachbarte gefährdete Gebiet wurde erweitert, ebenso die Pufferzone. Die Karte gibt eine Übersicht. red


6.11., 15.23 Uhr / Wegen ASP: Landwirt stellt Schweinemast in Restriktionszone ein

Aufgrund der problematischen Lage für Schweinehalter in den ASP-Restriktionszonen wird Landwirt Karsten Ilse seine Mastschweinehaltung im Frühjahr 2021 aufgeben. Bis April 2021 wird er noch Ferkel mästen – auch aus Rücksicht auf seinen regionalen Ferkelerzeuger. Ilse hält im brandenburgischen Letschin 1.500 Mastschweine und bewirtschaftet 850 ha Ackerland. Sein Betrieb liegt er mitten in der ASP-Restriktionszone im Landkreis Märkisch-Oderland. mil


4.11., 10.30 Uhr / ASP-Restriktionszone in Ostsachsen ausgewiesen

Nach dem Auftreten der Afrikanische  Schweinepest (ASP) in Sachsen haben die zuständigen Behörden am späten Dienstagnachmittag eine Restriktionszone und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche festgelegt. Die Restriktionszone beschreibt ein sogenanntes Gefährdetes Gebiet um die Abschussstelle des infizierten Wildschweins auf dem Territorium der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz). Im Norden (bei Bad Muskau) und Osten wird das Gebiet im Wesentlichen von der Staatsgrenze zu Polen gebildet, im Westen von der B 115. Die südliche Linie zieht sich nördlich der Ortschaft Steinbach über Daubitz bis Rietschen (Karte).


31.10., 17.00 Uhr / Bei Görlitz: Erster ASP-Fall in Sachsen

Die Afrikanische Schweinepest wurde jetzt erstmals auch bei einem Wildschwein in Sachsen nachgewiesen. Nach Angaben des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde das Wildschwein am 27.10. in der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz) bei einer Jagd erlegt. Die Überläufer-Bache hatte keine Krankheitssymptome gezeigt. Das Wildschwein wurde jedoch routinemäßig auf ASP untersucht. Das Ergebnis war positiv. Ein zeitgleich geschossener Frischling war negativ getestet worden. red


30.10., 16.45 Uhr / Weitere ASP-Fälle und erweitertes Kerngebiet

Heute (Freitag, 30.10.) hat das FLI bei elf weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Zehn Funde stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree um Neuzelle, eines wurde bei Friedland in Klein Briesen (LOS) 25 km nordwestlich von Neuzelle, knapp 10 km östlich Friedland gefunden. Damit gibt es bislang insgesamt 114 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg. Ebenfalls wird das bisherige gefährdete Gebiet entsprechend der neuen Sachlage erweitert. red


27.10., 15.23 Uhr / Jerichower Land bereitet sich auf Ernstfall vor

Der Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt bereitet sich auf ein mögliches Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, habe sich nach einigen Seuchenfällen im benachbarten Land Brandenburg die Situation verschärft. Ein aus Vertretern der Kreisverwaltung, der Jägerschaft, des Bauernverbandes sowie des Brand- und Katastrophenschutzes bestehendes Team werde sich künftig alle drei Wochen treffen, um die Lage im Kreisgebiet sowie etwaige notwendige Maßnahmen zu bewerten. Zudem habe der Dekontaminations-Zug des Katastrophenschutzes erneut den Einsatz der mobilen Desinfektionsschleuse geübt. Für den im Ausbruchsfall benötigten Schutzzaun sei die Beauftragung eines Dienstleisters in die Wege geleitet worden. Aktuell werde noch geprüft, ob der Einsatz von Wärmebildkameras bei der Suche nach infiziertem Schwarzwild hilfreich sein könne. fi


11.00 Uhr, 27.10. / Burgenlandkreis erinnert an Meldepflichten

Auch im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis wurden Maßnahmen getroffen. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet, hätten sich Landkreis und Jägerschaft darauf geeinigt, dass bis zu 3.000 Wildschweine geschossen werden dürften. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Burgenlandkreises hatte kürzlich zudem alle Schweinehalter dazu aufgerufen, ihre Schweinehaltung anzuzeigen, soweit dies noch nicht geschehen sei. Da die Afrikanische Schweinepest nun auch Deutschland erreicht habe, sei dieser Schritt dringend notwendig. Laut § 26 der Viehverkehrsverordnung bestehe eine Meldepflicht, betonte das Amt. Im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im Burgenlandkreis oder einem Nachbarlandkreis werde die dauerhafte Aufstallung aller Schweine angeordnet. Zugleich seien alle Schweinehalter aufgefordert, die Biosicherheit ihrer Schweinehaltungen sicherzustellen. fi


17.49 Uhr 23.10. / Elf Weitere ASP Fälle: Fallzahl steigt auf 91

Am Donnerstag wurde bei sechs weiteren Wildschweinen in Brandenburg das ASP-Virus nachgewiesen. Die sechs Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet – alle Funde liegen im Landkreis Oder-Spree. Heute (Freitag, 23.10.) wurden fünf weitere ASP-Fälle bestätigt. Von diesen stammen drei Wildschweine aus dem ersten Kerngebiet (im Landkreis Oder-Spree); zwei Wildschweine stammen aus dem zweiten Kerngebiet (im Landkreis Märkisch Oderland). 


16.37 Uhr, 21.10. / Acht neue ASP-Funde: Fallzahl steigt auf 80

Das FLI hat bei den Proben acht weiterer Wildschweine das ASP-Virus nachgewiesen. Sieben davon stammen aus dem ersten Kerngebiet (Landkreis Oder-Spree); ein beprobtes Wildschwein aus dem zweiten Kerngebiet (Landkreis Märkisch Oderland). Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.


16.40 Uhr, 20.10. / Weiterer ASP-Fall bestätigt, insgesamt 71 Fälle

Das FLI hat die ASP in einer weiteren Probe eines verendeten Wildschweins nachgewiesen. Der Fundort liegt innerhalb des ersten Kerngebiets – im Landkreis Oder-Spree.


18.30 Uhr, 16.10. / Jetzt 70 bestätigte ASP-Fälle

Der Verdacht auf ASP hat sich bei einem weiteren Wildschwein in Brandenburg bestätigt. Der Fundort des Wildschweins liegt innerhalb des ersten Kerngebiets – im Landkreis Oder-Spree.


16.05 Uhr, 15.10. / Schwarzwildkadaver werden in Nachbarländern entsorgt

Die mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verseuchten toten Wildschweine aus Brandenburg werden zur Beseitigung nach Genthin in Sachsen-Anhalt gefahren. Darüber berichteten Magdeburger Volksstimme und Märkische Oderzeitung kürzlich unter Bezug auf die Presseagentur dpa. Ein Sprecher der SecAnim GmbH habe bestätigt, dass Wildschweinkadaver aus den betroffenen Brandenburger Landkreisen dort bereits eingetroffen seien und beseitigt würden. Das Unternehmen ist im Bereich der Tierbeseitigung aktiv und hat im Genthiner Ortsteil Mützel einen Standort. Es arbeitet im Auftrag unter anderem von Kommunen und Städten.

In Brandenburg gibt es dem Unternehmenssprecher zufolge zwei Sammelstellen für tote Tiere, darunter im Gubiner Ortsteil Bresinchen. Laut dem Brandenburger Gesundheitsministerium verfüge das Land aber über keinen eigenen zugelassenen Verarbeitungsbetrieb für tierische Nebenprodukte. Verendete Nutztiere oder verendetes bzw. erlegtes Wild bei Feststellung von Tierseuchen würden in Betrieben der SecAnim GmbH an den Standorten Genthin (Sachsen-Anhalt) und Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) entsorgt. fi


14.52 Uhr, 15.10. / Altmarkkreis Salzwedel verschickt Info-Schreiben an Jäger

Der Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) setzt seine Informationskampagne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) fort. Der Verbreitung der Tierseuche könne nur entgegengewirkt werden, indem so viel wie möglich Schwarzwild geschossen und anschließend beprobt wird. Auch die Meldung von tot aufgefundenen Wildschweinen sei wichtig, so die Kreisverwaltung. Hierzu bedürfe es der Unterstützung der hiesigen Jäger. Aus diesem Grund verschickte der Altmarkkreis an die 530 jagdausübungsberechtigten Frauen und Männer im Kreisgebiet ein Informationsschreiben. Dem Schreiben waren Tupfer und Schutzröhrchen beigefügt, um Proben bei geschossenen Wildschweinen nehmen und diese untersuchen lassen zu können. fi


16.52 Uhr, 14.10. / Fallzahl steigt auf 69 infizierte Wildschweine

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium teilt mit, das vier weitere ASP-Fälle vom FLI bestätigt wurden. Dabei handelt es sich erneut um Fallwild-Proben aus den Kerngebieten Spree-Neiße/Landkreis Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Insgesamt gibt es 69 bestätigte Fälle.


16.01 Uhr, 12.10. / Zehn neue ASP-Fälle bestätigt, Gesamtzahl steigt auf 65

Bei zehn weiteren Wildschweinen in Brandenburg hat das FLI die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Fundorte aller zehn Tiere liegen im ersten Kerngebiet, acht Wildschweine wurden im Landkreis Oder-Spree, zwei im Landkreis Spree-Neiße gefunden. Am Wochenende kam es im zweiten Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland zu einer groß angelegten Suche – unter Anderem mit Drohnen. Dabei wurde auf der Oderinsel Küstrin eine größere Zahl an Wildschweinen gefunden – sowohl mit toten als auch möglicherweise an ASP erkrankten Tieren. Derzeit wird mithilfe von Experten des FLI die weitere Vorgehensweise geklärt. Ziel ist, die Tiergruppe zu isolieren und eine Verbreitung der Tierseuche zu verhindern. 


16.24 Uhr, 9.10. / BMEL meldet 55 ASP-Fälle insgesamt

Bei zwei weiteren Wildschweinen in Brandenburg hat sich der Verdacht auf ASP bestätigt. Die Fundorte liegen im ersten Kerngebiet – ein Wildschwein wurde im Landkreis Oder-Spree, das andere im Landkreis Spree-Neiße gefunden, teilt das BMEL mit. Die Gesamtzahl steigt auf 55.


11.20 Uhr, 9.10. / ASP-Fallzahl steigt auf 53

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16.30 Uhr, 7.10. / Weiterer ASP-Fall im Landkreis Oder-Spree – jetzt insgesamt 50 Fälle

Das FLI hat heute bei einem weiteren Wildschwein den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Damit gibt es jetzt 50 bestätigte ASP-Fälle bei Schwarzwild in Brandenburg. Bei dem neuen ASP-Fall handelt es sich um Fallwild. Der Kadaver wurde innerhalb des bestehenden Kerngebiets im Hotspot Dorchetal im Südwesten von Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) gefunden. Ebenso werde die Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet konsequent fortgesetzt. Jagdausübungsberechtigte sollen auch außerhalb der bestehenden ASP-Restriktionszonen, (also in allen Gebieten Brandenburgs, die noch nicht von der ASP betroffen sind) flächendeckend verstärkt Wildschweine erlegen und noch intensiver verendete Wildschweine suchen und beproben.

FundortAnzahl bestätigte ASP-Fälle bei
Wildschweinen (Stand: 7. Oktober 2020)
Landkreis Spree-Neiße9
Landkreis Oder-Spree40
Landkreis Märkisch-Oderland1
Land Brandenburg gesamt50
(c) Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg

11.20 Uhr, 7.10. / Ab jetzt ein großes gefährdetes Gebiet

Als Reaktion auf den ersten ASP-Fall bei einem Wildschein im Landkreis Märkisch-Oderland werden die Restriktionszonen in Brandenburg jetzt vergrößert. Die Europäische Union hat per Durchführungsbeschluss, der heute im EU-Amtsblatt veröffentlicht wurde, den Brandenburger Vorschlag für die erweiterte ASP-Gebietskulisse gebilligt. Es gibt nun zwei Kerngebiete und ein zusammenhängendes gefährdetes Gebiet. Das bisherige gefährdete Gebiet wurde in nördlicher Richtung bis Märkisch-Oderland verlängert und umschließt nun Frankfurt (Oder). red


10.03 Uhr, 5.10. / Gesamtzahl bestätigter ASP-Fälle steigt auf 49

Am vergangenen Wochenende ist die Gesamtzahl bestätigter ASP-Fälle auf 49 gestiegen. Wie das BMEL am Samstag (3.10.) bekanntgegeben hat, ist bei drei weiteren Wildschweinen in Brandenburg das Schweinepest-Virus nachgewiesen worden. Die Fundorte liegen im ersten Kerngebiet. red


11.20 Uhr, 2.10. / Auch Landkreis Anhalt-Bitterfeld übernimmt Kosten für Trichinenschau

Auch der sachsen-anhaltische Landkreis Anhalt-Bitterfeld reagiert auf die bislang aufgefundenen, mit ASP-infizierten Schwarzwildkadaver im benachbarten Bundesland Brandenburg. „Wir werden ab dem Jahr 2021 die Trichinenschau als Landkreis übernehmen. Wir planen dafür 60.000 Euro im Haushalt ein“, sagte Landrat Uwe Schulze (CDU) der Mitteldeutschen Zeitung. Förster und Veterinäre rechneten mit einem Aufkommen von 5.000 Stücken Schwarzwild, bei dem die Tests zu je zwölf Euro durchzuführen sind. „Eigentlich ist das eine Aufgabe der Landesregierung. Aber wir können nicht warten, ehe Magdeburg oder die Umweltministerin auf die bestehende Gefahr auch angemessen reagieren“, begründete der Landrat die Entscheidung gegenüber der MZ. fi


17.36 Uhr, 1.10. / Weitere ASP-Fälle bestätigt: Gesamtzahl steigt auf 40

Das FLI hat zwei weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des ersten Kerngebiets – insgesamt gibt es jetzt 40 bestätigte Fälle. Nach wie vor sind keine Hausschweinebestände betroffen.


14.03 Uhr, 1.10. / Burgenlandkreis erlässt Jägern die Gebühr für Trichinenuntersuchung

Der Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) erlässt Jägern ab 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2022 die Gebühr für die Trichinenuntersuchung. Im Gegenzug bekennen sich diese dazu, die Abschüsse von Schwarzwild zu erhöhen und den Landkreis bei Maßnahmen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu unterstützen. Die Maßnahmen sind Teil eines gemeinsamen Paktes von Jägerschaften und Landrat Götz Ulrich (CDU) zur Eindämmung der Tierseuche im Burgenlandkreis. Dieser soll am 8. Oktober auf dem „Jägergipfel“ von allen Beteiligten unterschrieben werden. fi


11.25 Uhr, 30.9. / Ökojagdverband lobt Brandenburger Behörden, Freie Bauern fordern Freigabe aller Flächen

Der Landesjagdverband (LJV) versuche “mit allen Mitteln”, darunter “unbelegten Behauptungen und fragwürdigen Medienaktionen” das Vertrauen in das brandenburgische Krisenmanagement zu beschädigen. Das wirft der Ökologische Jagdverband Brandenburg (ÖJV) dem LJV vor. Der ÖJV sei überzeugt, dass der von Brandenburg eingeschlagene Weg zur Seuchenbekämpfung trotz aller Schwierigkeiten zum Ziel führen werde. Jäger seien keine gleichberechtigten Partner von Veterinärbehörden, sondern hätten Weisungen zu befolgen und könnten allenfalls Hilfe anbieten, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.
Nahezu zeitgleich bezeichnete die Interessenorganisation Freie Bauern die bisherige ASP-Bekämpfung als „ineffizient und unverhältnismäßig“. Wenn das Landwirtschaftsverbot noch bis Mitte Oktober aufrecht erhalten würde, entstünde den betroffenen Betrieben ein Schaden von etwa zehn Millionen Euro. Das sei weit mehr als der Gegenwert aller in Polen aufgrund von ASP getöteten Schweine aus den letzten beiden Jahren. Die landwirtschaftlichen Flächen müssen unverzüglich für Maisernte und Herbstbestellung freigegeben werden, fordert die Organisation.


9.38 Uhr, 30.9. / Erster Fund außerhalb der gefährdeten Zone

Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Ein Fall trat im Landkreis Märkisch-Oderland (MOL) auf, also außerhalb des gefährdeten Gebietes, ebenfalls nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Nach Angaben der Kreisverwaltung handelt es sich um einen bei Bleyen erlegten Frischling, bei dem der Jäger nach dem Aufbrechen bedenkliche Merkmale feststellte. Bestehende Schutzzonen und Schutzmaßnahmen werden entsprechend angepasst. Der andere Fall war ein Kadaver im bisherigen Kerngebiet – insgesamt jetzt 38 bestätigte Fälle. (aktualisiert am 1.10., 11.55 Uhr)


18.10 Uhr, 28.9. / Gesamtzahl bestätigter ASP-Funde liegt aktuell bei 36

Das FLI hat weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen bestätigt. Die Gesamtzahl steigt somit auf 36 Fälle, alle innerhalb des bisherigen Seuchengebietes. Hausschweine sind weiterhin nicht betroffen.


17.25 Uhr, 28.9. / Landwirte im gefährdeten Gebiet dürfen wieder ackern

Das Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen im gefährdeten Gebiet kann unter bestimmten Umständen gelockert werden. Das hat der Landeskrisenstab am Freitag festgelegt. Erlaubt werden können dann “leichte Arbeiten” wie die Aussaat von Wintergetreide. Auch niedrigwachsende Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben dürfen geerntet werden. Voraussetzung ist, dass die in Frage kommenden Flächen von den Behörden nach erfolgter Kadaversuche freigegeben worden sind.


17.49 Uhr, 25.9. / Weitere ASP-Fälle bestätigt: Jetzt insgesamt 34 infizierte Wildschweine

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat bestätigt: Es gibt zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Beide Tier wurden im Seuchengebiet gefunden .Insgesamt liegt die Zahl der infizierten und to aufgefundenen Wildschweine jetzt bei 34. Hausschweinebestände sind weiterhin nicht betroffen, teilt das BMEL mit.


15.45 Uhr, 25.9. / Agrarminister unterstützen “vollumfänglich”, vereinbaren aber keine konkreten Maßnahmen

Auf der heutigen Agrarministerkonferenz (AMK) in Weiskirchen befassten sich die Landwirtschaftsministerinnen und -minister von Bund und Ländern auch mit dem Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). In einem Beschluss sicherten sie zu, untereinander solidarisch zu sein. Die Länder und der Bund seien sich einig, Brandenburg und etwaige weitere betroffene Bundesländer “vollumfänglich zu unterstützen”, heißt es im Protokoll. Bundesministerin Julia Klöckner wertete das als „ein wichtiges Signal“, wenn es um die gemeinschaftliche Finanzierung von Zaunbauten gehe. Eine konkrete Vereinbarung, gemeinsam für den Bau eines Zaunes an der deutsch-polnischen Grenze aufzukommen, gab es jedoch nicht. Thüringens Agrarstaatssekretär Torsten Weil begrüßte das Ergebnis dennoch: “Thüringen und die anderen Länder werden Brandenburg in dieser schwierigen Situation beim Zaunbau und bei der Bejagung von Wildschweinen unterstützen.” Man müsse auch von den Erfahrungen Brandenburgs im Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest lernen und bei den eigenen weiteren Maßnahmen berücksichtigen, sagte der Linken-Politiker. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus dagegen äußerte sich nach dem Treffen enttäuscht darüber, dass es Klöckner nicht gelungen sei, die Grundlagen für den Bau eines durchgehenden festen Wildschutzzauns zu legen. (aktualisiert um 18.21 Uhr)


10.16 Uhr, 25.9. / Seit gestern wird ein fester Zaun an der polnischen Grenze gebaut

Zur Gefahrenabwehr gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) baut Brandenburg an der Grenze zu Polen einen festen, schwarzwildsichern Wildschutzzaun. Anders als die provisorischen mobilen Zäune besteht er aus stabilem Knotengeflecht, wie er im Forst eingesetzt wird. Der Bau begann nach Angaben des Potsdamer Verbraucherschutzministeriums am Donnerstag im Landkreis Spree-Neiße an der Landesgrenze zu Sachsen im Ortsteil Jerischke (Gemeinde Neiße-Malxetal). Beschäftigte des Landesbetriebes Forst bauen von dort aus zunächst ein rund elf Kilometer langes Stück in Richtung Norden bis zur Bundesautobahn A 15 (südlich von Forst).


10.05 Uhr, 25.9. / Brandenburg reagiert auf Kritik und richtet Krisenstab vor Ort ein

Auf die zunehmende Kritik an ihrem Krisenmanagement hat die Brandenburger Landesregierung am Donnerstag sichtbar reagiert. Vor Ort machte sich Innenminister Michael Stübgen (CDU) ein Bild von der Lage. Der frühere parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium informierte darüber, dass der Landeskrisenstab Tierseuchenbekämpfung um eine Technische Einsatzleitung erweitert wird. Sie ist von Eisenhüttenstadt aus tätig. Die nördlich von den bisherigen Kadaver-Fundorten gelegene Stadt gehört zum gefährdeten Gebiet. Sitz der Einsatzleitung ist die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE). „Die LSTE in Eisenhüttenstadt ist erfahren im Umgang mit Krisen. Dort haben wir die richtige Technik, dort sitzen erfahrene Fachleute für Krisenmanagement”, sagte der Innenminister. Die Einsatzleitung übernimmt vor Ort die Gesamtkoordination der technischen Umsetzung ausgewählter Bekämpfungsmaßnahmen wie Zaunbau, Fallwildsuche oder Fallwildbergung und koordiniert den Einsatz von Expertengruppen. Die mangelhafte Koordination zwischen den drei betroffenen Landkreisen war von Landwirten und Jägern vor Ort, aber auch vom Bundeslandwirtschaftsministerium kritisiert worden.


12.42 Uhr, 24.9. / Zwei weitere Wildschweinkadaver im Sperrgebiet positiv gestestet – nun 32 ASP-Fälle

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner twittert eben: “Info unseres nationalen Referenzlabors #FLI : 3 weitere Tiere ASP-positiv bestätigt. Gesamtzahl nun bei 32. Alle Tiere sind aus der Kernzone. Hoffnung, dass ASP sich nicht weiter ausgebreitet hat. Der Hausschweinbestand ist in Deutschland ASP-frei!”

11.48 Uhr, 24.9. / Schweinemarkt: Nerven von Mästern, Sauenhaltern und Viehhändlern liegen blank

Die Verwerfungen am Schweinemarkt sind offenbar größer, als es der auf sehr niedrigem Niveau verharrende Erzeugerpreis (Vereinigungspreis: 1,27 €/kg SG) ausdrückt. “Unter den Mästern und Sauenhaltern liegen die Nerven blank”, heißt es im aktuellen Wochenbericht der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). “Nicht nur, dass die Preise im Keller sind, auch die Vermarktung stockt, was zu Überhängen führt. Lange Wartezeiten im Verkauf strapazieren die Geduld unter den Tierhaltern und den Viehvermarktern. Viele Partien müssen geschoben werden.” Der Frust der Erzeuger sei auch bei den Viehhandelsunternehmen deutlich spürbar, berichtet AMI-Marktexperte Matthias Kohlmüller auf Nachfrage. Auch außerhalb der Seuchengebiete werden Händler nur noch einen Teil der üblichen Mengen am Schlachthof los, und Mäster bleiben auf den meisten ihrer Tiere sitzen. Währenddessen versuchen die Fleischverarbeiter, beim Lebensmitteleinzelhandel höhere Preise durchzusetzen. Sie sind nötig, weil die bisher nach Asien exportierten Teile hierzulande nicht absetzbar sind und entsorgt werden müssen.


18.57 Uhr, 23.9. / Sachsen-Anhalt: Arbeitsgemeinschaft setzt auf weidgerechte Jagd

Die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Sachsen-Anhalt hat an die Jägerschaft appelliert, nicht in Panik zu verfallen. Solange im Land kein positiver Befund bei Schwarzwild zu verzeichnen sei, sollte dieses weiterhin grundsätzlich intensiv, dabei aber vor allem weidgerecht bejagt werden. Die Meinung, dass die Jagd auf alle Schwarzkittel rigoros geführt werden sollte, teile man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Erfahrungen zeigten etwa, dass führungslose Frischlings-Rotten sich unkontrolliert bewegen, dabei zuerst Abfälle aufnehmen und wenig Scheu vor Wohngebieten und Stallanlagen haben. Die Aufmerksamkeit der Jagdpächter sei konsequent auf eventuell aufzufindendes Fallwild zu richten. Alle Revierinhaber sollten in den Wintermonaten zudem revierübergreifende Schwarzwildjagden in den Wintereinständen organisieren.


13.50 Uhr, 23.9. / Ingesamt 29 Funde: FLI bestätigt neun weitere ASP-Fälle

Insgesamt gibt jetzt 29 bestätigte ASP-Fälle. Das BMEL meldet, dass sich der amtliche ASP-Verdacht bei neun weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das FLI hat die Tierseuche nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets. Hausschweinbestände sind nach wie vor nicht betroffen.


11.33 Uhr, 23.9. / Bund fordert von Brandenburg bessere Koordination

Gestern tagte in Potsdam zum ersten Mal der “Zentrale Krisenstab Tierseuchenbekämpfung” des Bundes. Geleitet wurde er von der Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Beate Kasch. Sie machte deutlich, dass man in Berlin mit dem Brandenburger Krisenmanagement nicht zufrieden ist. Kasch forderte die Landesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass sich die zuständigen Vor-Ort-Behörden abstimmen und einheitlich vorgehen. Es sei Aufgabe des Landeskrisenzentrum Brandenburg, hier zu koordinieren und zu steuern. Notwendig seien eine große Kraftanstrengung und ein geschlossenes Auftreten vor Ort. Aus den Worten der Staatssekretärin ist zu folgern, dass genau sie genau das bisher vermisst. Der Landesbauernverband und Landwirte hatten sich bereits am Freitag ähnlich geäußert, die Kritik wies die zuständige Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) jedoch zurück.


11.02 Uhr, 22.9. / Die Lage vor Ort – Kreisbauernverband Oder-Spree

Landwirte und Behörden haben mit den Auswirkungen der ASP-Funde zu kämpfen. Über die Situation vor Ort haben wir mit Dr. Karsten Lorenz, dem Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Oder-Spree, gesprochen. „Bei vielen Landwirten und Jägern in der Kernzone und dem gefährdeten Gebiet liegen die Nerven blank“, sagt Dr. Karsten Lorenz, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Oder-Spree. Sie würden gern tätig werden und haben nicht den Eindruck, dass die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der ASP und zur Fallwildsuche optimal strukturiert und abgestimmt sind. Lorenz hat überschlagen, dass in den betroffenen Gebieten noch etwa 1.000 ha Mais stehen. Auf 6.000 bis 8.000 ha steht die Herbstaussaat an, zudem warten ca. 2.000 Grünland und Luzerne auf den letzten Schnitt. Hinzu kommen kleinere Flächen Sudangras, Sonnenblumen und Kartoffeln, auf denen bald etwas passieren müsste. 


18.40 Uhr, 21.9. / Fotos vom ASP-Zaun: 58 km lang, doch mit Mängeln

Am Sonntagnachmittag wurde das letzte Stück des ASP-Zaunes um das Kerngebiet der Restriktionszone gezogen. Mehr als 36 Kilometer Weidezaun wurden in den vergangenen drei Tagen neu errichtet. Doch die 58 Kilometer lange Wildschwein-Barriere sieht nicht immer so effektiv aus, wie man vermuten würde. Uns haben Fotos aus dem Kerngebiet erreicht. 


16.02 Uhr, 21.9. / FLI bestätigt sieben neue Funde: Insgesamt 20 ASP-Fälle in Brandenburg

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat jetzt sieben weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Insgesamt gibt es nun 20 bestätigte Fälle. Das hat das BMEL heute mitgeteilt. Das FLI hat die Tierseuche in den Proben nachgewiesen. Die neuesten sieben Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.


15.23 Uhr, 21.9. / Kadaverspürhunde helfen bei Wildschweinsuche

Heute wurde die Suche nach verendeten Wildschweinen in das gefährdete Gebiet hinein erweitert. Dabei kamen neben Suchtrupps am Boden und Drohnen auch erstmals vier speziell ausgebildete Kadaversuchhunde zum Einsatz. “Wir sind sehr froh über diese Unterstützung aus Rheinland-Pfalz. Gerade im Dickicht von Waldgebieten sind die Hunde sehr effiziente Helfer. Dort allein mit Menschenketten zu suchen, ist äußerst schwierig”, sagt Amtstierärztin Petra Senger. Die Kadaversuchhunde sind darauf trainiert, in freier Suche totes Schwarzwild aufzuspüren. Ausgestattet mit Warnweste und GPS-Sender wird eine bestimmte Parzelle durch die ausgebildeten Spürnasen systematisch abgesucht und gefundene Tiere werden angezeigt. Der Suchhund geht jedoch nicht an den Wildschwein-Kadaver, damit er oder auch die Hundeführer das Virus nicht weitertragen, wie der Landkreis Oder-Spree mitteilt. red

(c) Landkreis Oder-Spree

13.06 Uhr, 21.9. / ASP-Zaun um Kernzone steht seit Sonntag

Seit Sonntagnachmittag ist das um die Gemeinde Neuzelle (OT Kummrow) erweiterte Kerngebiet der Restriktionszonen zur ASP-Bekämpfung komplett mit einem mobilen Weidezaun umgeben. Dieser hat jetzt einen Umfang von gut 58 Kilometern, wie der Landkreis Oder Spree mitteilt. Mehr als 36 Kilometer Weidezaun wurden in den vergangenen drei Tagen neu errichtet. Doch erst wenn die Kernzone nach möglichen weiteren ASP-Funden endgültig feststehe, sollen nach Angaben von Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel feste Zäune errichtet werden. red (mit AgE)


10.20 Uhr, 21.9. / Landesbauernverband Brandenburg übt Kritik

Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg kritisierte unterdessen das Kompetenzwirrwarr bei der ASP-Bekämpfung. „Wir fordern einen gemeinsamen und zentralen Krisenstab, der auch mit Kompetenzen ausgestattet sein muss”, betonte LBV-Präsident Henrik Wendorff am 18. September in Teltow. Derzeit seien die drei Kreise Spree-Neiße, Oder-Spree und Dahme-Spreewald zuständig und deren Kompetenzen endeten jeweils an der Kreisgrenze. Den Lockdown für die Landwirtschaft auch im Restriktionsgebiet monierte der Landesbauernpräsident ebenfalls: „In den Gefährdungsgebieten halten wir das Totalverbot der landwirtschaftlichen Tätigkeiten für überzogen. Dies zu begrenzen auf Erntearbeiten wäre hier zielführender gewesen.” Auch mit dem bisherigen Schutzzaun um die Kernzone zeigte sich Wendorff unzufrieden. Denn dieser weise deutliche Lücken auf und sei instabil. „Was wir jetzt brauchen, ist eine feste Zaunanlage sowohl um die Kernzone herum als auch an der deutsch-polnischen Grenze. Wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass sich die ASP weiter ausbreitet“, betonte der LBV-Präsident. Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher wies die Kritik zurück und hob die schnelle Reaktion des Landes nach dem ersten ASP-Fall hervor. „Wir haben umgehend die Restriktionszonen ausgewiesen und das Kerngebiet um den Fundort schnell mit elektrischen Weidezäunen gesichert”, erklärte die Ministerin. Das sei geschafft worden, weil das Land für den Ernstfall vorgesorgt habe. red


9.38 Uhr, 21.9. / Keine Entwarnung bei Afrikanischer Schweinepest

Nach BMEL-Angaben kommen die neuen ASP-Fälle nicht unerwartet. Das Berliner Agrarressort teilte weiter mit, dass es die Europäische Union, die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und die Handelspartner informieren werde. Weiterhin sei das Ministerium in intensiven Gesprächen mit den relevanten Drittstaaten, um mittels eines Regionalisierungskonzepts den Handel aus Nicht-Restriktionsgebieten in diese Länder zu ermöglichen. In der aktuellen Kernzone gelten Verbringungsverbote für Schweine und Nutzungsverbote für land- und forstwirtschaftliche Flächen. Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel hat den Landwirten im Lockdown finanzielle Entschädigungen in Aussicht gestellt. „In der Kernzone ist bis auf weiteres keine landwirtschaftliche Nutzung möglich; die wird erst wieder ermöglicht, wenn diese Gebiete wildschweinfrei sind”, erklärte der Minister.


17.40 Uhr: 18.9. / Sechs neue ASP-Fälle im Seuchengebiet bestätigt – nun sind es 13

Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt sechs weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Damit steigt ihre Zahl auf insgesamt 13 bestätigte Fälle. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree.


10.55 Uhr, 18.9. / Klöckner bringt Liquiditätshilfen ins Gespräch

“Wir werden unsere Bäuerinnen und Bauern unterstützen, wir lassen sie in dieser besonderen Situation nicht allein”, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gestern im Deutschen Bundestag. Das Parlament befasst sich in einer Aktuellen Stunde mit der ASP-Situation. Die Bundesregierung stehe im engen Kontakt mit der EU-Kommission. Sollte es zu Marktverwerfungen kommen, sei man vorbereitet. Klöckner brachte EU-Beihilfen für die private Lagerhaltung und Liquiditätshilfeprogramme ins Gespräch. Allerdings, räumte die CDU-Politikerin ein, seien die Kühlhäuser zurzeit noch gut mit Exportware gefüllt.


9.13 Uhr, 18.9. / Weiterer ASP-Fall in Brandenburg – insgesamt sieben Fälle

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestern informiert hat, ist bei einem weiteren Wildschwein in Brandenburg der amtliche ASP-Verdacht bestätigt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut als Nationales Referenzlabor hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe am Donnerstag nachgewiesen. Der Fundort liegt dem BMEL zufolge innerhalb des gefährdeten Gebiets in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Experten erwarten weitere Funde, da die ASP sehr leicht über Körperflüssigkeiten von Wildschein zu Wildschwein übertragen wird.


18.21 Uhr, 15.9. / Neues zum ersten ASP-Fund in Brandenburg

Am Dienstagnachmittag hat es eine gemeinsame Ausschusssitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz sowie Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg gegeben. Dabei wurde mitgeteilt, dass im 2020 in der Region um das gefährdete Gebiet in Brandenburg insgesamt 520 Proben eingesendet und negativ auf ASP beprobt wurden. Insgesamt wurden 2020 im Landeslabor Berlin-Brandenburg 4.441 Proben untersucht und für negativ befunden. Nach Angaben des Ausschusses handelte es sich bei dem am Mittwoch voriger Woche positiv getesteten Wildschwein um eine zwei- bis dreijährige Bache, die Schätzungen zufolge bereits seit zwei bis vier Wochen tot war. Der Fundort liegt 7 km von polnischer Grenze entfernt. red


17.00 Uhr, 15.9. / Fünf weitere ASP-Fälle in gefährdeten Gebiet in Brandenburg

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat am heutigen Dienstag bei fünf weiteren Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Die Tiere wurden nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden. Es handelt sich demnach um vier tot aufgefundene Wildschweine (Fallwild) sowie um ein krank erlegtes Wildschwein. Das teilte das Verbraucherschutzministerium des Landes Brandenburg am Dienstag mit. red


16.53 Uhr, 14.9. / Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost: Schweine vermarkten

Renate Schuster, Geschäftsführerin des Hybridschweinezuchtverbandes Nord/Ost hat gefordert, den schweinehaltenden Betrieben  in der Restriktionszone im Umkreis von 15 km um den Fundort des mit dem ASP-Virus infizierten Wildschweins in den betroffenen Landkreisen in Brandenburg  eine Möglichkeit aufzuzeigen, ihre Schweine zu vermarkten. Weil Transportfirmen sich weigerten, in diese Zone einzufahren und Schlachtunternehmen die Tiere nicht abnehmen wollen, stehen die Schweinehalter in diesem Gebiet zunehmend vor einem Vermarktungsproblem, sagte Schuster am Montag der Bauernzeitung. Sorge bereite außerdem die Situation bei erlegtem Schwarzwild. „Der Absatzmarkt ist zusammengebrochen, deshalb müsse man entscheiden, wie erlegte Tiere verwertet bzw. entsorgt werden sollen“, sagte Schuster. Oberste Priorität bleibe, das Vordringen des ASP-Virus in Hausschweinebestände zu verhindern. ri


13.10 Uhr, 14.9. / Die EU-Kommission grenzt das Seuchengebiet per Beschluss ab.

Damit ist der regionalisierte Handel mit Schweinen innerhalb der EU weiter möglich – mit Ausnahme des Seuchengebietes. Diese Einstufung gilt vorerst bis zum 30. November. Als Seuchengebiet ausgewiesen sind

  • im Landkreis Oder-Spree die Gemeinden:

Grunow-Dammendorf, Mixdorf, Siehdichum, Schlaubetal, Neuzelle, Neißemündung, Lawitz, Eisenhüttenstadt, Vogelsang, Ziltendorf, Wiesenau, Friedland (Günthersdorf, Lindow, Weichensdorf, Groß Muckrow, Klein Muckrow, Chossewitz, Groß Briesen, Reudnitz, Oelsen);

  • im Landkreis Dahme-Spreewald die Gemeinden:

Jamlitz und Lieberose (Goschen, Blasdorf, Lieberose, Trebnitz);

  • im Landkreis Spree-Neiße die Gemeinden:

Turow-Preilack (Preilack), Tauer, Schenkendöbern, Guben, Jänschwalde (Jänschwalde, Drewitz), Peitz.


18.10 Uhr, 12.9. / China stoppt Import von Schweinefleisch aus Deutschland

Nachdem Südkorea bereits kein Schweinefleisch aus Deutschland mehr ins Land lässt, hat nun auch China einen Importstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt, wie die Tagesschau berichtet. red


10.32 Uhr, 12.9. / BMEL: Poster mit Informationen zum Schutz vor Tierseuchen im Stall

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat ein Poster mit Informationen zum Schutz vor Tierseuchen im Stall herausgegeben. Das Poster kann hier heruntergeladen werden. Die Regeln sind wichtig, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern.


17.54 Uhr, 11.9. / Landkreis Spree-Neiße markiert Restriktionszone

Der Landkreis Spree-Neiße will am Samstag einen Elektrozaun errichten und eine Beschilderung anbringen, um die Restriktionszone um die Fundstelle des ASP-infizierten Wildschweines zu markieren.


15.46 Uhr, 11.9. / Auch Landkreis Oder-Spree trifft Maßnahmen

Obwohl der Fundort des ASP-Wildschweins im benachbarten Landkreis Spree-Neiße liegt, ist der Landkreis Oder-Spree unmittelbar vom ASP-Ausbruch betroffen, da ein Sperrbezirk von etwa drei Kilometern um den Fundort eingerichtet werden muss. Der Kernbereich wird umzäunt. In der Gefährdungszone sind neben weiteren Maßnahmen Hunde an der Leine zu halten. Im Gebiet der Pufferzone wird den Jagdausübungsberechtigten sowie den Tierhaltern eine besondere Sorgfalt abverlangt. Die Bevölkerung wird gebeten, Abstand zu lebenden Tieren sowie zu Kadavern zu halten. Wenn ein totes Wildschwein entdeckt wird, bittet das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt um eine Information per E-MailFallwildmeldung@l-os.de. In Kürze soll es auch eine Hotline geben, über die die Funde gemeldet werden können. Mit der Tierfund-Kataster App könnten Funde ebenfalls schnell und mit genauer Ortsangabe gemeldet werden. red


12.05 Uhr, 11.9. / LBV-Brandenburg: ASP-Ausbruch zieht schwere Konsequenzen nach sich

Teltow. Das nachgewiesene ASP-Virus bedeutet nach Ansicht des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV) erhebliche Beschränkungen für die Betriebe in der betroffenen Restriktionszone. Die wirtschaftlichen Folgen seien momentan noch nicht abschätzbar, und sie betreffen nicht nur schweinehaltende Betriebe. Es wird für bestimmte Betriebe voraussichtlich Ernteverbote geben, die auch die Futterversorgung der Rinder in Gefahr bringt. Fatal wäre, wenn ASP die wenigen verbliebenen Tierhalter in der Region zum Aufgeben zwingen würde. Der LBV appelliert deshalb an den Handel, die Schlachtunternehmen, das Land und den Bund, die Betriebe in dieser schwierigen Situation nicht im Regen stehen zu lassen. „Ansonsten würden die Bemühungen um die Verbesserung der Versorgung der Hauptstadtregion mit regional erzeugten Lebensmitteln konterkariert.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff. red


18.10 Uhr, 10.9. / ASP-Sperrgebiet: Drei Landkreise sind betroffen

Forst. Im Landkreis Spree-Neiße wurden unverzüglich nach Bekanntwerden des positiven ASP-Falles ein Krisenstab einberufen und entsprechende Maßnahmen festgelegt. Neben der Information der Bevölkerung umfasst das in einem ersten Schritt die Einrichtung von Restriktionszonen. Die Kernzone umfasst dabei einen Umkreis von bis zu drei Kilometern vom Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert sowie mit einem Betretungs- und Ernteverbot belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das sogenannte gefährdete Gebiet, dem der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern folgt. Im gefährdetem Gebiet gibt es 17 gemeldete Schweinehaltungen, davon eine in der Kernzone. Die ersten Beprobungen seien bereits angelaufen.


16.40 Uhr, 10.9. / Landesbauernverband sieht Betriebe gerüstet

Magdeburg. Die tierhaltenden Betriebe in Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen Jahren ihre Maßnahmen hinsichtlich der Biosicherheit stetig ausgebaut. Schweinehalter, Kreisbauernverbände und Ämter hätten sich abgestimmt und Informationsketten aufgebaut, um koordinierte Maßnahmen zu treffen, sollten im Land ASP-positive Wildschweine gefunden werden. Gefordert seien aber auch Politik und Verwaltung, die vorhandenen Schutzkonzepte zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Auch sollte nun dringend der seitens der Tierhalter geforderte dauerhafte Zaun an der polnischen Grenze eingerichtet werden und weiterhin eine konsequente Bejagung von Schwarzwild stattfinden. fi


16.30 Uhr, 10.9. / Thüringer Sozialministerin Heike Werner: Biosicherheit verschärfen

Erfurt. Mit dem ersten ASP-Fall in Deutschland ist die Seuchengefahr angestiegen. Thüringens Sozialministerin Heike Werner mahnt daher eine Verstärkung der Überwachungsmaßnahmen bei Wildschweinen an, um schnellstmöglich eine Einschleppung des ASP-Virus in Thüringen erkennen zu können. Insbesondere Jäger, Landwirte, Tierärzte, aber auch Spaziergänger forderte Werner auf, jedes verendet aufgefundene Wildschwein unverzüglich beim zuständigen Veterinäramt zu melden. Aufgrund der hohen Gefahrenlage seien Hygienemaßnahmen gerade bei der Jagd besonders wichtig. An die Schweinehalter appellierte die Ministerin, die betrieblichen seuchenhygienischen Maßnahmen zu überprüfen, einzuhalten und zu verschärfen. fh


15.40 Uhr, 10.9. / Sachsen setzt auf breite Präventionsmaßnahmen

Dresden. Die Tierseuche ASP ist bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen bestätigt worden. Die Gefahr einer Einschleppung nach Sachsen ist nach wie vor hoch, teilt das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) mit. Sachsen steht in engem Austausch mit dem Land Brandenburg. Dazu erklärt Sachsens Sozialministerin Petra Köpping: “Der Fall in Brandenburg zeigt eindringlich, wie wichtig unsere eingeleiteten Präventionsmaßnahmen sind. Die Bedrohungslage ist hoch. Um Jäger, Fernfahrer, Wanderer und Tierhalter zu sensibilisieren, haben wir eine Aufklärungskampagne gestartet.” Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther sagt: “Wir können in Sachsen auf die Erfahrung der Jägerinnen und Jäger zählen und auf ihr schon lange vor dem gestrigen Fund bestehendes verlässliches Engagement, die Wildschweinbestände im Blick zu behalten.” red


15.30 Uhr, 10.9. / CDU-Landtagsfraktion will Jäger entlasten

Magdeburg. Die Agrar- und Umweltsprecher der CDU-Fraktion, Guido Heuer und Andreas Schumann, sowie Bernhard Daldrup (CDU), Vorsitzender des Agrarausschusses des Landtages, erklärten, für Sachsen-Anhalt sei es unverzichtbar, durch passives Monitoring der Jägerschaften sowie der Erhöhung des Jagddrucks auf Schwarzwild diese Tierseuche weitestgehend einzudämmen. Daher hätten die Koalitionsfraktionen auf Initiative der CDU im Rahmen der Schweinepest-Monitoring-Verordnung einen Antrag im Ausschuss auf den Weg gebracht, der die Abschaffung der Gebühren der Trichinenschau fordere und damit die Jägerschaft entlaste. fi


15.25 Uhr, 10.9. / Brandenburg weist gefährdete Zone aus

Potsdam. Brandenburg hat Experten seines Tierseuchenbekämpfungsdienstes in die Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree geschickt, um die lokalen Behörden nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu unterstützen. Wie Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher Donnerstagmittag in Potsdam mitteilte, legen sie zunächst eine vorläufige gefährdete Zone fest. Sie umfasst die Flächen im Umkreis von mindestens 15 Kilometern um den Fundort des Wildschweinkadavers. Darin gilt eine Reihe von Verboten. Mehr dazu. red


14.30 Uhr, 10.9. / Sachsen-Anhalts Agrarressort setzt auf Jägerschaft

Magdeburg. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie hat die Jagdausübungsberechtigten in Sachsen-Anhalt aufgefordert, alle verendeten, verunfallten und krank erlegten Wildschweine (Indikatortiere) zu beproben. Das Agrarressort vergibt seit Februar 2018 dafür eine Prämie in Höhe von 50 Euro. Bislang seien alle Proben negativ gewesen. Für die Bekämpfung der ASP sei ein schnelles Auffinden infizierter Tiere notwendig. Eine belastbare Angabe zu einer Wahrscheinlichkeit, ob infizierte Wildschweine in Sachsen-Anhalt gefunden werden, sei nicht möglich. fi


13.47 Uhr, 10.9. / Backhaus: Suche nach Fallwild verstärken

Schwerin. Nach Bestätigung des ersten Falles von ASP in Brandenburg hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus dazu aufgefordert, die Suche nach Fallwild zu verstärken. Neben Jagdausübungsberechtigten seien vor allem Straßenmeistereien, Polizeidientstellen, Feuerwehren und Landwirte, darüber hinaus alle Bürgerinnen und Bürger angesprochen, Fallwild umgehend den örtlichen Veterinärämtern zu melden, damit Kadaver beprobt und untersucht werden und bei einem positiven ASP-Befund unverzüglich Maßnahmen zur Eingrenzung der Seuche anlaufen könnten. Der Fundort des ASP-infizierten Wildschweinkadavers liegt ca. 140 km von der Landesgrenze MV entfernt im Landkreis brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. red


13.40 Uhr, 10.9. / ASP-Landesprogramm in MV: Bisher machen 70 Schweinehalter mit

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat die Schweinehalter im Nordosten auf das freiwillige ASP-Landesprogramm zur Früherkennung der Seuche und Gewährleistung hoher Biosicherheitsstandards bei Hausschweinen hingewiesen. Betriebe könnten sich dazu bei den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern schriftlich anmelden. Das Monitoring-Programm biete die Möglichkeit, sich in seuchenfreier Zeit auf die Bedingungen einzustellen, wenn ASP bei Wildschweinen festgestellt und Restriktionszonen eingerichtet würden. Land und Tierseuchenkasse unterstützen das Programm, in dem sie die Kosten für virologische Untersuchungen von anfallenden Proben übernehmen. Die Kosten der Probenahme sind von den Tierhaltern zu tragen. red

ASP-Landesprogramm
Am ASP-Landesprogramm beteiligen sich bisher 70 größere schweinehaltende Betriebe. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 96 Mastbetriebe mit mehr als 1.000 Tieren sowie 71 sauenhaltende Betriebe mit mehr als 1.000 Tieren. Insgesamt gibt es im Nordosten 2.460 Schweinehalter. ri


13.00 Uhr, 10.9. / Thüringer Bauernverband: Exportbeschränkungen verhindern

Erfurt. Der Thüringer Bauernverband (TBV) befürchtet als Folge des ersten Falls der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland einen Preisverfall für Schweinefleisch. Dies könnte viele Thüringer Schweinhalter vor existenzielle Probleme stellen. Als Folge der Corona-Pandemie stünden die Preise bereits unter Druck; seit April könnten die Vollkosten in der Schweinemast nicht mehr gedeckt werden.  Der TBV erwarte daher, so sein Präsident Dr. Klaus Wagner, „dass sich die Bundesregierung jetzt massiv für eine Anerkennung der Regionalisierung durch Drittstaaten einsetzt“. Exportbeschränkungen dürften nur dort wirken, wo die ASP auch aufgetreten ist. fh


12.46 Uhr, 10.9. / IGS-Vorsitzender Daniels ist entsetzt

Potsdam. Hans-Christian Daniels, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Schweinezucht (IGS) Brandenburg zeigt sich entsetzt: „Seit gestern Abend ist der Export gestoppt worden“, sagt Daniels am Donnerstagvormittag. 40 % der Schweineexporte gehen nach China Daniels fordert, in der Vier-Kilometer-Zone um den Fundort einen Zaun zu ziehen und mithilfe von Polizei und Bundeswehr alle Wildschweine zu erlegen, die dort anzutreffen sind. Ein weiterer Zaun sollte weitere vier Kilometer um die Kernzone gezogen werden und dort verstärkt nach Fallwild gesucht und Schwarzwild bejagt werden, so Daniels. Auch der Zaun entlang der Oder sei noch nicht vom Tisch. „Selbst wenn jetzt schnell und effektiv gehandelt wird, gilt Deutschland offiziell erst nach einem Jahr wieder als ASP-frei.“ mil


12.30 Uhr, 10.9. / LBV Brandenburg fordert reibungsarmen Kommunikationsfluss

Teltow. „Wir hatten befürchtet, dass die ASP keinen Bogen um Brandenburg machen würde. Jetzt ist sie da. Nun geht es darum, das Schlimmste zu verhindern und die Hausschweine in unseren Ställen gesund zu halten.“, erklärt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV). Um das Seuchengeschehen zu begrenzen, richten die Veterinärbehörden derzeit um den Fundort herum eine Kernzone, ein gefährdetes Gebiet sowie eine Pufferzone ein. Mit dem Ausbruch der ASP im Landkreis Spree-Neiße hat die zuständige Behörde die Regie mit zahlreichen zusätzlichen Befugnissen übernommen. „Wir wünschen uns von den verantwortlichen Akteuren vor Ort Klarheit und einen reibungsarmen Kommunikationsfluss.“, so der LBV-Präsident. red


12.30 Uhr, 10. Sept / LBV Brandenburg zu wichtigen Maßnahmen

  • Direkte und indirekte Kontakte zu Wildschweinen verhindern
  • Einstreu vor Wildtieren geschützt lagern
  • Futter vor Wildtieren geschützt lagern
  • Zutritt nur für unvermeidliche Besucher
  • Verbot der Fütterung von Speiseabfällen
  • Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Stall und Gerätschaften
  • Schuh- und Kleiderwechsel beim Betreten des Stalls red

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