Zwölf Länder säen Friedensbrot

08.10.2013

www.friedensbrot.eu

Berlin. Auf große internationale Resonanz stößt das Projekt „FriedensBrot“. Wie der Vorsitzende des gleichnamigen Vereins, Manfred Fischer, bei der Aussaat von Roggen auf einem Feld an der Kapelle der Versöhnung unweit der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ berichtete, wird in allen elf mittel- und südosteuropäischen Ländern, die nach 1989 der Europäischen Union beigetreten sind, der auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer erzeugte Roggen ausgesät. „Mit dem Anbau an symbolträchtigen Orten in den Partnerländern und der späteren ‚Rückkehr’ der Ernten nach Berlin im Jahre 2014 schaffen wir die länderübergreifende Voraussetzung für das Backen eines europäischen FriedensBrotes zum 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhanges in Europa“, so Fischer. Das Backen des „FriedensBrotes“ werde mit einer Konferenz und dem Festakt „Frieden und Landwirtschaft“ am 30. September und 1. Oktober 2014 verbunden.

 


Vereinsgeschäftsführer Dr. Gibfried Schenk hob die Auswahl der Orte für den Anbau des FriedensBrots in den Partnerländern hervor. Das Spektrum reiche vom Ort des Friedensvertrages 1661 zwischen Russland und Schweden in Kardis bei Jõgeva in Estland bis zu einem Ort der NS-Deportation von Bürgern verschiedener Nationalitäten in Rubla in Rumänien. Schenk kündigte an, dass die jeweiligen Vertreter die Anbauorte und deren Geschichte auf der Konferenz im nächsten Jahr vorstellen werden. Dies werde die Grundlage bieten für eine Diskussion aktueller Fragen von Landwirtschaft und Frieden.

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