Wolfsübergriffe: Zorn der Bauern wächst weiter

08.11.2018

© Sabine Rübensaat

Schwerin/Hannover/Bonn. Der Ruf nach einem besseren Umgang mit dem Wolf ist nochmals lauter geworden. Auslöser war unter anderem ein bestätigter Wolfsübergriff mit 34 getöteten und elf verletzten Schafen in der Nacht auf den Mittwoch im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Landesbauernverband und der Landesschaf- und Ziegenzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern nahmen dies zum Anlass, wirkungsvolle Instrumente für die Vergrämung der Wölfe zu fordern. Die Verbände appellierten an die Bundesregierung, den Antrag der Schweiz zu unterstützen, den Schutzstatus des Wolfes in der Berner Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu ändern. Zudem sei der Wolf unter Jagdrecht zu stellen. 

 

Auch der Vizepräsident des Landvolkes Niedersachsen, Jörn Ehlers, warnte in der vergangenen Woche vor Betriebsaufgaben wegen des Wolfes und verlangte von der Politik, rechtssichere Vorgaben zur Entnahme auffälliger Wölfe zu schaffen. 

 

Am Niederrhein, wo vor Kurzem das erste Wolfsgebiet Nordrhein-Westfalens ausgewiesen wurde, forderte der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) nach einem Riss von Damtieren in Dinslaken mehr Unterstützung für die landwirtschaftlichen Weidetierhalter. 

 

In Brandenburg wird es wieder eine Protestaktion gegen die Ausbreitung des Wolfes geben. Damit will der Bauernbund Brandenburg seiner Forderung Nachdruck verleihen, dass große Teile des Bundeslandes ausdrücklich zur wolfsfreien Zone erklärt werden. 

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