Wolfsschutz: EU erlaubt nun vollen Kostenersatz

14.11.2018

© Sabine Rübensaat

Brüssel/Bremen. Die Europäische Union kommt den Weidetierhaltern beim Schutz gegen Wolfsübergriffe entgegen, und auch in Deutschland kommt Bewegung im Hinblick auf einen bundesweit einheitlichen Umgang mit „Problemwölfen“. Nach einer bekanntgegebenen Entscheidung der EU-Kommission können die Mitgliedstaaten Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe künftig zu 100 % finanzieren, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Bislang durften den Nutztierhaltern nur 80 % der Vorsorgekosten, etwa für die Anschaffung von wolfssicheren Zäunen oder von Herdenschutzhunden, erstattet werden. 

 

Auch Schäden, die infolge eines Wolfsrisses auftreten, dürfen jetzt von den Mitgliedsländern vollständig erstattet werden. Dies gilt ebenfalls für bestimmte indirekte Schäden, zum Beispiel für die Behandlungskosten verletzter Tiere beim Veterinär oder für die Arbeitskosten bei der Suche versprengter Tiere nach einem Angriff, für die vorher auch nur 80 % an staatlicher Erstattung zulässig waren. 

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