Wolfsproblematik: Hilferuf in Frankreich

06.05.2014

© Sabine Rübensaat

Der Wolf ist mittlerweile in 25 von 101 Départemts vertreten.

Arles. Die französischen Schäfer haben wegen der immer weiter zunehmenden Probleme mit Wölfen einen Hilferuf an Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll gerichtet. Der Präsident des Dachverbandes der französischen Schafhalter (FNO), Serge Préveraud, betonte in der vergangenen Woche auf der FNO-Generalversammlung in Arles, dass die Tierhalter verzweifelt seien. „Der Wolf ist mittlerweile in 25 Départements präsent. Das ist eine unhaltbare Situation“, erklärte Préveraud. Die Schafhalter sehen den von Le Foll auf den Weg gebrachten Wolfsplan als unzureichend an. Der Status des Wolfes müsse geändert werden, so der FNO-Präsident. Wenn die Präfekten den Abschuss des Raubtieres genehmigten, kassiere das Gericht diese Genehmigung wieder.

Minister Le Foll seinerseits räumte in Arles ein, dass die im Wolfsplan vorgesehenen Abschussziele nicht erreicht worden seien. Er kündigte ein Treffen mit Umweltministerin Ségolène Royal zu diesem Thema an, denn die Effizienz der im Wolfsplan vorgesehenen Maßnahmen müsse verbessert werden. „Wir müssen uns anders organisieren, damit wir besser in der Lage sind, die Tierhalter zu schützen“, erklärte Le Foll und meinte, er ziehe die Tierhalter dem Wolf eindeutig vor. Der frühere Europaabgeordnete befürwortete zudem, die Berner Konvention und die Habitatrichtlinie neu zu verhandeln.

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