Wolf breitet sich weiter aus

29.09.2016

Wolf © Sabine Rübensaat

Bonn. Der Wolf fasst hierzulande weiter Fuß. Das geht aus den Monitoring-Daten für das Jahr 2015/16 hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgelegt hat. Demnach stieg die Zahl der bestätigten Rudel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 auf 46. Als „Wolfsländer“ haben sich Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen etabliert. Die meisten Tiere lebten in Sachsen und in Brandenburg, berichtete das BfN. Dessen Präsidentin Prof. Beate Jessel wertete die positive Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland als eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass der Mensch nach wie vor der größte Feind des Wolfes sei. Nur 14 der insgesamt 147 seit dem Jahr 2000 in Deutschland tot aufgefundenen Wölfe seien eines natürlichen Todes gestorben.
Unterdessen sollen in Norwegen mehr als zwei Drittel der Wölfe im Land zum Schutz der heimischen Nutztiere abgeschossen werden. Die Regulierungsbehörde will mit den Abschüssen vermeiden, dass der Bestand sich in wenigen Jahren explosionsartig vermehrt. 

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