Wer regelt die Wildschäden?

28.05.2014

© Sabine Rübensaat

Grundeigentümer dürfen seit neuestem die Jagd auf ihrem Gelände untersagen.

Bonn. Die neue Vorschrift im Bundesjagdgesetz, nach der eine Herausnahme einzelner Grundstücke aus der flächendeckenden Bejagung möglich ist, bereitet nicht nur den Jägern, sondern auch vielen Landwirten Sorgen. Darauf hat der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Bernhard Conzen, anlässlich des Landesjägertages am 10. Mai in Köln hingewiesen.


Laut Conzen hat der Gesetzgeber die Hürden für die Befriedung von Grundflächen aus ethischen Gründen, mit der ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) umgesetzt wurde, sehr hoch gelegt. Trotzdem hätten Verwaltungsentscheide bereits gezeigt, dass eine erhebliche Zahl von Grundeigentümern die Jagd auf ihren Flächen nicht mehr dulden wollten. Damit wachse die Gefahr, dass für Jagdreviere keine Pächter mehr gefunden werden können, und es stelle sich die Frage, wer entstehende Wildschäden ersetzt. Auch die Wirkung auf die Jagdpacht sei unklar. Dies zeige, dass die Veränderung des Jagdsystems beachtliche Probleme aufwerfe.

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