Weniger Tierhaltungen in Deutschland

08.07.2016

© Sabine Rübensaat

Bei den Schweinen ging die Tier- wie die Betriebsanzahl stark zurück. Die Rinder hingegen wiesen einen relativ konstanten Bestand auf, wobei sich die Milchkühe nun auf weniger Halter verteilen.

Die Landwirte in Deutschland haben immer weniger Nutztiere auf ihren Höfen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) Ende Juni mitteilte, gaben zuletzt besonders viele Schweinehalter auf. Zum Stichtag 3. Mai 2016 gab es im gesamten Bundesgebiet gemäß den vorläufigen Viehzählungsergebnissen noch 27,05 Millionen Schweine; das waren 1,05 Millionen Tiere oder 3,7 % weniger als zwölf Monate zuvor. Den Statistikern zufolge ist der Schweinebestand damit auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Die Zahl der Halter mit mindesten 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen auf dem Hof nahm binnen Jahresfrist um insgesamt 5,4 % auf 24 500 ab; noch deutlicher war der Rückgang bei den Sauenhaltern mit 9,4 % auf 8 900 Unternehmen.


Sehr viel moderater als bei den Schweinen fiel den Wiesbadener Statistikern zufolge die Abstockung der Rinderherden aus. Insgesamt gab es Anfang Mai 2016 noch 12,63 Millionen Rinder in Deutschland; das waren 89 900 Tiere oder 0,7 % weniger als vor einem Jahr. Trotz der niedrigen Preise am Milchmarkt nahm dabei die Zahl der Milchkühe binnen Jahresfrist nur um 14 525 Tiere oder 0,3 % auf 4,27 Millionen Stück ab. Deutlichere Spuren hinterließ die Krise am Milchmarkt jedoch bei den Haltungen: Seit Mai 2015 gaben innerhalb von zwölf Monaten fast 3 500 Milchbauern oder 4,6 % die Erzeugung auf; zuletzt gab es noch 71 300 Betriebe mit Milchkühen auf dem Hof. Insgesamt wurden im Mai 2016 auf etwa 147 900 Betrieben Rinder gehalten; das waren 3 460 oder 2,3 % weniger als vor einem Jahr.

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