Weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben

11.08.2016

© Sabine Rübensaat

Berlin. Die pharmazeutische Industrie und der Großhandel haben im vergangenen Jahr zwar insgesamt deutlich weniger Antibiotika an Tierärzte in Deutschland abgegeben; allerdings sind die Abgabemengen von Wirkstoffen, die auch eine besondere Bedeutung für die Therapie beim Menschen haben, gestiegen. Nach aktuellen Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ging die Gesamtmenge der an Veterinäre ausgereichten Antibiotika im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel auf 837 t zurück. Die höchsten Abgabemengen entfielen laut Bundesamt auf Penicilline, Tetrazykline, Polypeptidantibiotika, Sulfonamide und Makroliden. Während für diese Medikamente im Vergleich zu 2014 jeweils deutliche Rückgänge verzeichnet wurden, registrierte das Bundesamt mit Blick auf die Wirkstoffe mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen erhebliche relative Zuwächse.


Der Bundesverband praktizierender Tierärzte zeigte sich erfreut über die weiter gesunkenen Antibiotikaabgabemengen. Die Zahlen belegten den Fortschritt in den Bemühungen der Veterinäre, den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung vor dem Hintergrund der Problematik antimikrobieller Resistenzen deutlich zu senken. Der Deutsche Bauernverband kritisierte, dass es zum Vergleich und zur Abschätzung der Resistenzgefährdung keine verlässlichen Antibiotikadaten im humanmedizinischen Bereich gebe.

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