Welternährung

12.08.2013

Fleischverzicht © Montage Annika Schäfer, Foto Sabine Rübensaat

Berlin. Eine Verringerung des Fleischkonsums in den sogenannten Industrieländern kann entgegen früheren Prognosen doch einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der globalen Ernährungssituation leisten. Darauf hat der Vorsitzende vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium, Prof. Harald Grethe, gegenüber dem Presse- und Informationsdienst Agra-Europe hingewiesen.

Seinen Angaben zufolge ergäben sich bei einem Rückgang des Fleischverzehrs in den Industrieländern um 20 % globale Preissenkungen für Fleisch von etwa 9 % und für Getreide von bis zu 3 %. Eine Verringerung des Fleischkonsums könne so durchaus zu einer Entspannung beitragen. Allerdings könnten solche Änderungen „nur ein Baustein unter vielen zur Verbesserung der Welternährung sein könne“, räumte der Leiter des Instituts für Agrarpolitik und -marktlehre der Universität Hohenheim ein.

Aus seiner Sicht ist die Politik gefordert, auf eine Verringerung des Fleischkonsums hinzuwirken, etwa über Besteuerung oder Informationskampagnen. Dabei gehe es jedoch nicht darum, den Fleischkonsum an sich in ein negatives Licht zu rücken. Die Aussage müsse viel mehr sein, dass Fleisch ein gutes und gesundes Nahrungsmittel ist. „Esst Fleisch, aber esst weniger davon“, so der Ökonom.


 

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