Weitere Infos zur Geflügelpest: Stallpflicht im Risikogebiet

27.11.2014

© Sabine Rübensaat

Geflügelhaltung

Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben eine Aufstallungspflicht für Geflügel in Risikogebieten erlassen. Damit folgen die Länder der Empfehlung des Friedrich-Loeffler-Institutes, das das Risiko zum Eintrag des Geflügelpestvirus H5N8 in Geflügelbestände durch Wildvögel als hoch eingeschätzt. Auslöser dafür war der Nachweis des Erregers bei einer Wildente in Mecklenburg-Vorpommern. Für Geflügel im Norden gilt seither eine generelle Stallpflicht. In den Niederlanden, in England und Mecklenburg-Vorpommern war zuvor die Geflügelpest in insgesamt vier Nutztierbeständen nachgewiesen worden.

 

Die jetzt bestimmten Risikogebiete sind in erster Linie Areale um größere Gewässer, die von Wildvögeln zum Sammeln oder zur Rast während des Vogelzugs genutzt werden. In Thüringen teilte die oberste Veterinärbehörde mit, dass die zuständigen Veterinärämter im Einzelfall Ausnahmen von der Aufstallungspflicht genehmigen könnten, sofern die in der Geflügelpest-Verordnung aufgeführten Bedingungen (Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse und Haltungsbedingungen, Sicherstellung der Unterbindung von Kontaktmöglichkeiten zu Wildvögeln, Sicherstellung der Möglichkeit der erfolgreichen Tierseuchenbekämpfung) erfüllt seien.

 

Die Länderbehörden appellieren an Geflügelhalter außerhalb der Risikogebiete, ihre Tierhaltungen zu schützen und insbesondere den Kontakt zu Wildvögeln zu unterbinden. Dies bedeute: Wildvögel dürfen keinen Zugang zu Futter, Einstreu und Tränkwasser des Hausgeflügels haben. Auch bei Stallhaltung von Geflügel seien die Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt strikt einzuhalten bzw. zu verstärken.

 

Informationen zu den Risikogebieten:

Thüringen: www.thueringen.de/th7/tmsfg/index.aspx

Sachsen-Anhalt: www.mlu.sachsen-anhalt.de

Brandenburg: www.mdj.brandenburg.de

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