Weimarer Dreieck sucht nach Lösungen

25.11.2014

© Collage Annika Schäfer

Vor dem Ende der Garantiemengenregelungen gibt es Überlegungen zur Zukunft des Milchmarktes.

Brüssel. Wenige Monate vor dem Ende der Garantiemengenregelung drängt Frankreich auf weitere politische Überlegungen zur Zukunft des Milchmarkts. Agrarminister Stéphane Le Foll traf sich am Rande des Agrarrats mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und dem polnischen Amtskollegen Marek Sawicki im Rahmen des sogenannten Weimarer Dreiecks.

Le Foll kündigte im Anschluss daran vor Journalisten die Erarbeitung eines gemeinsamen Positionspapiers bis Mitte Dezember an. Er drängte auf mehr Regulierung, räumte allerdings ein, dass das vor zwei Jahren von französischer Seite eingebrachte Bonus-Malus-System – also Zuckerbrot und Peitsche für Erzeuger, die ihre Produktion im Krisenfall einschränken beziehungsweise ausweiten – nicht mehrheitsfähig sei. Schmidt erklärte, man werde sich in den nächsten Wochen über „kreative Ideen und Lösungen“ unterhalten. Er unterschied dabei jedoch zwischen Aktionismus und Überlegungen, wie man den Milchmarkt vor dem Auslaufen der Quote in Schuss halten könne. Aus der Milchwirtschaft selbst und vom Deutschen Bauernverband (DBV) gebe es marktwirtschaftliche Ansätze, die auf Export und Erlösstabilisierung zielten. Schmidt plädierte für Zusammenschlüsse von Erzeugern, um am Markt besser auftreten zu können. Auch die Nutzung von Warenterminmärkten sei ein interessanter Weg, wobei genau geprüft werden müsse, inwieweit tatsächlich die Erzeuger davon profitierten.

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