Weghängen nützt nichts

18.09.2015

© Susanne Gnauk

Während Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bereits am Montag vergangener Woche in Brüssel erklärt hatte, dass er diese Maßnahme nicht unterstütze, ging einen Tag später die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit den Plänen der EU-Kommission hart ins Gericht. „Die PLH ist Steuerverschwendung und schadet am Ende den Schweinehaltern. Die nun auch von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt geforderte Exportoffensive ist der richtige Weg“, betonte ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack in einer Pressemitteilung.


Die ISN wirft der EU-Kommission vor, nichts dazugelernt zu haben. Die bezuschusste private Lagerhaltung von rund 60 000 t Schweinefleisch im vergangenen Frühjahr habe nicht nur etwa 17 Mio. € gekostet, sondern der gesamten Branche – mit Ausnahme der Kühlhausbetreiber – massiv geschadet. Eine Preisstützung sei selbst nach Aussagen von EU-Agrarkommissar Phil Hogan dadurch nicht erreicht worden. Im Gegenteil, die in den Sommermonaten wieder ausgelagerten Mengen hätten den sonst zu dieser Jahreszeit üblichen und für die Erzeuger auch notwendigen Preisanstieg verhindert. Das sei „Steuerverschwendung und Wertevernichtung in reinster Form“, kritisierte die ISN.


Aus Sicht der Schweinehalter sollte zur Überwindung der schwierigen Situation am Markt der Handelskrieg mit Russland endlich beendet werden. Zudem müsse der Staat die Finger von der Mengenregulierung lassen.

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