Vogelgrippefall in Niedersachsen

16.12.2014

© Susanne Gnauk

In einem konventionellen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg ist der Verdacht auf Vogelgrippe vom Typ H5 amtlich bestätigt worden.

Erreger: Aviäres Influenzavirus vom Subtyp H5N8 
Stand: 16. Dezember 2014

 

Berlin. Nach Angaben des niedersächsischen Ministeriums ist in einem konventionellen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg der Verdacht auf Vogelgrippe vom Typ H5 amtlich bestätigt worden. Endgültige Gewissheit, ob ein Fall von Vogelgrippe vorliegt, liefert eine noch ausstehende Untersuchung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), das für heute erwartet wird. Betroffen ist ein Putenbestand mit rund 19.000 männlichen Tieren. Das ergaben am Montagabend Untersuchungen des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Unklar ist aber noch, ob es sich um die niedrig- oder hochpathogene Variante der Vogelgrippe handelt. Auch der Subtyp steht noch nicht fest.


Der Landkreis Cloppenburg hat auf Grundlage der Geflügelpest-Verordnung für den gesamten Landkreis eine Überwachungszone eingerichtet. Diese hat ab 0:00 Uhr des 16. Dezember 2014 begonnen. Ab dem Zeitpunkt gilt ein sogenanntes Stand Still für 72 Stunden: Transporte von Geflügel zu und von Betrieben sind dann im gesamten Landkreis untersagt. Der betroffene Bestand ist gesperrt, die Tiere werden tierschutzgerecht getötet und unschädlich beseitigt. Eine Gefahr für den Menschen besteht nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nicht.

 

Zum Hintergrund:

Die hochpathogene aviäre Influenza vom Typ H5N8 wurde am 5. November 2014 in einem Geflügelbestand in Mecklenburg-Vorpommern und in einer Krickente festgestellt. Dort sind keine weiteren Fälle aufgetreten. Nach Angaben des Ministeriums sollte in Mecklenburg-Vorpommern die Stallpflicht zum 17. Dezember aufgehoben werden. Der Virustyp wurde im November 2014 ebenfalls in fünf Geflügelbeständen in den Niederlanden, in einem Entenbestand in Großbritannien und bei zwei Wildenten in den Niederlanden diagnostiziert. In beiden Mitgliedstaaten sind bisher keine weiteren Fälle in Hausgeflügelbeständen aufgetreten. Aufgrund dieser Fälle müssen Geflügelhalter in weiten Teilen Niedersachsens ihre Tiere bereits seit Ende November in Ställen halten.

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