Vogelgrippe Gefahr noch nicht vom Tisch

09.02.2015

© Sabine Rübensaat

Enten in Freilandhaltung

Vechta. Die eigentlich Ende Januar auslaufende Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Vechta ist auf unbestimmte Zeit verlängert worden. Wie der Landkreis am vergangenen Mittwoch mitteilte, ist bis auf Weiteres sämtliches Geflügel in geschlossenen Ställen oder in einer entsprechenden Schutzvorrichtung gegen Wildvögel zu halten. Bei einer Risikobewertung sei man zu der Auffassung gelangt, dass es im Verlauf des aktuellen Geflügelpestgeschehens in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt aviäre Influenzafälle bei mehreren Wildvögeln gegeben habe und für den Landkreis Vechta aufgrund des Wildvogelzuges noch immer eine Gefährdungslage bestehe, begründete das Landratsamt die Entscheidung.

 

In Mecklenburg-Vorpommern war in der vergangenen Woche ein zweiter Ausbruch der hochpathogenen Geflügelgrippe des Typs H5N8 bei einem nicht kommerziellen Halter in Anklam festgestellt worden, unweit des ersten betroffenen Hobbyhalters im Stadtpark. Das Sperrgebiet und die Beobachtungszone wurden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Schwerin entsprechend ausgeweitet. In Brandenburg hat das Verbraucherschutzministerium in Potsdam dagegen die Stallpflicht aufgehoben; die Landkreise können nun selbstständig über etwaige Auflagen entscheiden. Es habe bislang keine Fälle von Geflügelpest in Brandenburg gegeben, hieß es aus dem Ministerium. Im Umkreis der Feuchtgebiete Unteres Odertal und Peitzer Teiche mit besonders vielen Wildvögeln müsse das Geflügel aber weiter im Stall bleiben.

 

 

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