Viehzahlen sinken

06.07.2015

© Sabine Rübensaat

Die Ergebnisse der jüngsten Viehbestandserhebung, die am Freitag vergangener Woche vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht wurden, sprechen eine eindeutige Sprache: Demnach gab es am 3. Mai 2015 in Deutschland noch 25 900 Betriebe, die mehr als die von der Erfassungsgrenze geforderten 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen im Stall hatten. Innerhalb eines Jahres haben rund 1 200 Schweineproduzenten beziehungsweise 4,4 % die Haltung aufgegeben. Bei den Zuchtsauenhaltern war der Verlust mit 600 Höfen oder 5,7 % relativ gesehen noch ausgeprägter als bei den Schweinehaltern insgesamt. Erstmals wurde mit 9 900 Sauenbetrieben im Bundesgebiet die Schwelle von 10 000 Haltern unterschritten; innerhalb der letzten drei Jahre hat ein Viertel der Betriebsinhaber die Ferkelproduktion aufgegeben.

Rückläufig war die Entwicklung auch bei den Erzeugern von Milch und Rindfleisch: Die Zahl der Rinder haltenden Betriebe hat – laut der in diesem Bereich ohne Erfassungsschwelle durchgeführten Totalerhebung – gegenüber dem Vorjahr um 3 615 oder 2,3 % auf 151 365 Betriebe abgenommen. Dabei haben den Wiesbadener Statistikern zufolge überdurchschnittlich viele Milcherzeuger die Produktion eingestellt; die Zahl dieser Betriebe ist im Vorjahresvergleich um 2 907 oder 3,7 % auf 74 762 zurückgegangen, seit 2010 sogar um ein Fünftel. Da gleichzeitig die Milchkuhherde nicht so stark abnahm, erhöhte sich der Durchschnittsbestand von 55,5 Kühen im Mai 2014 auf zuletzt 57,3 Tiere je Halter (siehe dazu auch Seite 77).

Ähnliche Zuwachsraten gab es auch bei den Schweinen; hier vergrößerte sich die Durchschnittsherde innerhalb eines Jahres um 50 Tiere oder knapp 5 % auf durchschnittlich 1 087 Schweine je Betrieb. Die Sauenhalter hatten mit durchschnittlich 205 Muttertieren im Mai 2015 etwa sieben Sauen mehr als im Vorjahr im Stall.

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