Unsichtbare Blase

08.05.2015

© Sabine Rübensaat

Die Landwirtschaftliche Rentenbank sieht derzeit keine ernst zu nehmenden Argumente dafür, dass am deutschen Bodenmarkt eine von Spekulation getriebene Preisblase vorliegt. Der Anstieg der Bodenpreise sei durch das niedrige Zinsniveau und die gestiegenen Grundrenten ökonomisch erklärbar und entspreche zudem den ebenfalls größer gewordenen Ertragserwartungen der Landwirte, schreibt die Rentenbank unter dem Titel „Boden – begehrt, begrenzt, (un)bezahlbar“ in ihrem aktuellen Geschäftsbericht. Letztlich müssten bei der Beurteilung der Preisentwicklung auch regionale Unterschiede berücksichtigt werden sowie die individuelle Situation der kaufwilligen Betriebe, erklärte der Vorstandssprecher der Förderbank für die Agrarwirtschaft, Dr. Horst Reinhardt, am Montag vergangener Woche auf der Bilanzpressekonferenz. „Unser Blick in die Historie zeigt: Bodenpreise kennen nicht nur eine Richtung“, warnte Reinhardt alle Akteure, die auf einen weiterhin starken Anstieg der Grundstückspreise spekulierten und dabei womöglich ihre finanziellen Möglichkeiten außer Acht ließen.

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