Umweltpolitik: Kritik an neuem Filtererlass

12.03.2014

© Susanne Gnauk

Filteranlagen für Schweineställe von der Kieler Landesregierung gefordert.

Rendsburg. Mit scharfer Kritik hat der Bauernverband Schleswig-Holstein auf die von der Kieler Landesregierung geplante Filterpflicht für Schweinehaltungsanlagen reagiert. Verbandspräsident Werner Schwarz warnte vor einer Existenzgefährdung vieler bäuerlicher Betriebe. Die Kosten für den nachträglichen Einbau sowie für den laufenden Betrieb seien in den meisten Fällen wirtschaftlich nicht darstellbar, abgesehen davon, dass viele Ställe gar nicht nachzurüsten seien. Vor allem kleinere Betriebe würden nach Ablauf der Übergangsfristen aufgeben müssen, so Schwarz. Überhaupt nicht nachzuvollziehen sei, dass die Filterpflicht nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsanlagen gelten solle.

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck hatte seine Initiative mit dem Unmut begründet, für den der Bau von großen Tierställen regelmäßig in den Gemeinden sorge. Deshalb sei es wichtig, die Beeinträchtigung durch Gerüche, Staub und Bioaerosole mithilfe von Abluftreinigungsanlagen weitgehend zu reduzieren. Das könne auch dazu beitragen, örtliche Konflikte zu mildern, so der Grünen-Politiker. Er hatte den Filtererlass für größere Schweinehaltungsanlagen bereits im letzten Frühjahr angekündigt. Die Verbände können bis Anfang April zum Entwurf Stellung nehmen.

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