Tierhaltung: Regierung gegen Obergrenzen

02.10.2015

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Für Tierhaltungsanlagen gelten nach dem Willen einiger Politiker bald Obergrenzen.

Berlin. Die Bundesregierung hat sich noch einmal eindeutig gegen eine Limitierung der Bestandsdichte in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ausgesprochen. Man gehe davon aus, dass die Einführung von Obergrenzen keinen Beitrag zur Erhöhung des Tierwohls leisten würde, heißt es in einer Antwort von Staatssekretär Peter Bleser auf eine Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann. Bleser beruft sich bei seiner Antwort auf das jüngste Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik. Dieser komme zu dem Ergebnis, dass es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Herdengröße und Tierwohl gebe. Andere Faktoren wie die Managementqualität hätten einen weit größeren Einfluss. Bei den Linken stieß Blesers Antwort auf Unverständnis. Man habe nie behauptet, dass Tierwohl eine Frage der Bestandsgröße sei, so Sprecherin Tackmann. Dennoch dürften Tierbestände „keine nach oben offene Richterskala“ haben – aus seuchenhygienischen und auch aus ethischen Gründen.

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