Studie zur Nitratbelastung der Gewässer

23.06.2017

© Sabine Rübensaat

Berlin. Eine Studie des Umweltbundesamts (UBA) zu den möglichen Folgen landwirtschaftlicher Nährstoffausträge auf den Trinkwasserpreis hat die Diskussion um das Düngerecht verschärft. In der vorgestellten Ausarbeitung kritisieren die UBA-Fachleute die nach ihrer Auffassung zu hohen Nitratverluste der Landwirtschaft und warnen im Falle einer fehlenden Kurskorrektur vor einer deutlichen Verteuerung der Trinkwasserpreise in einigen Teilen Deutschlands. In mehr als 27 % der Grundwasserkörper werde derzeit beim Nitrat der Grenzwert von 50 mg/l überschritten. Würden die Nitrateinträge dort nicht bald sinken, müsse das Rohwasser teuer aufbereitet werden. Die Trinkwasserkosten könnten dadurch um 55 bis 76 ct/m3 steigen, was einer Preissteigerung von 32 bis 45 % entspräche.


Das Umweltbundesamt fordert deshalb die konsequente Umsetzung der novellierten Düngeverordnung und darüber hinaus gehende Schritte zur Senkung der Nährstoffausträge. Harsche Kritik an der Studie kam vonseiten des Brandenburger Bauernbundes und des Deutschen Bauernverbandes. Letzterer lieferte sich mit dem UBA einen kleinteiligen Methodenstreit, der bis Redaktionsschluss andauerte.

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