Strukturwandel in der Sauenhaltung

08.06.2018

© Sabine Rübensaat

Angesichts der aktuell laufenden Diskussionen um die künftigen Methoden der Sauenhaltung hat der Landvolkverband Niedersachsen auf den dramatischen Strukturwandel aufmerksam gemacht, den die Ferkelproduzenten in den letzten Jahren bereits durchlebt haben. Nach Verbandsangaben hat sich im Zeitraum 1999 bis 2016 – also in nur 17 Jahren – die Zahl der Schweinehalter bundesweit von 103.677 auf 37.357 verringert – ein Rückgang um fast zwei Drittel! Noch deutlicher fiel die Entwicklung bei den Schweinehaltern mit Zuchtsauen aus. Hier verringerte sich in der betrachteten Periode die Zahl der Betriebe deutschlandweit von 54.130 auf 11.907.


Speziell in Niedersachsen sind in den Jahren 1999 bis 2016 mehr als 10.000 Zuchtsauenhalter aus der Produktion ausgestiegen. „Damit verabschiedeten sich jeden Tag ein bis zwei Betriebsleiter mit Zuchtsauen aus diesem Zweig der Tierhaltung“, beklagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Sauenhaltung im Landvolkverband, Enno Garbade.


Die Ursachen für den Abbau sieht Garbade in der großen Verunsicherung, die diesen Bereich der Tierhaltung seit Jahren präge. „In der Sauenhaltung bleibt fast kein Stein auf dem anderen. Der Ausstieg aus der Ferkelkastration und die höheren Anforderungen an das Tierwohl in den verschiedenen Stallabteilen stellen unsere Landwirte vor unlösbare Probleme“, so Garbade. Die Landwirte erhielten Antworten, die in der Theorie trügen, aber in der Praxis kaum erprobt und nicht umzusetzen seien.

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