Stromleitungsbau

09.06.2017

© Sabine Rübensaat

Kassel. Hinsichtlich der Regelungen zu Entschädigungen beim Leitungsbau in Deutschland gibt es nach Einschätzung der Teilnehmer des Leitungsbausymposiums, das der Hauptverband der landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen (HLBS) kürzlich in Kassel organisiert hat, noch einigen Nachbesserungsbedarf. Das hat der zweite Vorsitzende des HLBS-Landesverbandes, Dr. Volker Wolfram, in Zusammenarbeit mit Dr. Günther Lißmann vom Regierungspräsidium Kassel am Mittwoch vergangener Woche mitgeteilt. In den letzten Jahren seien die Rechte der Eigentümer und Bewirtschafter von Böden weiter eingeschränkt worden, während die Rechtsposition der Naturschutzorganisationen gestärkt worden sei. Die Ausgaben für landschaftspflegerische Begleitpläne und Naturschutzkompensationen lägen derzeit geschätzt vier- bis fünffach so hoch wie die Beträge, die den Betroffenen als Entschädigungs- und Schadensersatzbeiträgen gezahlt würden. Hinzu kämen erhebliche Spannbreiten für Dienstbarkeitsentschädigungen. Diese gelte es, sachgerecht zu verringern. Als Lösungsansätze habe Rechtsanwalt Siegfried de Witt vorgeschlagen, die Dienstbarkeitsentschädigung ausgehend von den Verkehrswerten prozentual zu erhöhen und die Verkehrswerte selbst jeweils an den aktuellen Markt im oberen Segment anzupassen. Anstatt 20 % sollte die Dienstbarkeitsentschädigung bei Erdverkabelung künftig 50 % des Verkehrswertes betragen. 

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