Streit um Stallpflicht

24.02.2017

© Sabine Rübensaat

Berlin. Unter den Landesagrarministern ist im Kampf gegen die Vogelgrippe wegen der unterschiedlichen Handhabung der Stallpflicht für Geflügel ein Streit ausgebrochen. Während Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wegen der Seuchengefahr strikt an einem landesweiten Aufstallgebot festhalten, haben Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und zuletzt Niedersachsen dieses für Teilgebiete aufgehoben. Das bereitet Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus Sorge; er forderte ein einheitliches Vorgehen und die Einberufung des zentralen Krisenstabes beim Bundeslandwirtschaftsministerium. Nicht umsonst sei bei der Berliner Amtschefkonferenz im Januar ein bundesweit einheitliches Vorgehen beschlossen worden. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer bezichtigte indes seinen baden-württembergischen Amtskollegen Peter Hauk der „Trickserei und Wettbewerbsverzerrung“. Dieser hatte das Aufstallungsgebot für einen Tag aufgehoben, sodass die Erzeuger trotz der Stallpflicht in Risikogebieten ihre Eier ungeachtet der Zwölfwochenfrist weiterhin als Freilandware vermarkten können. 

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