Strategie für TTIP

26.06.2015

© Montage (Annika Schäfer)

In seiner Strategie zu den Verhandlungen zwischen der EU und den USA über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) stellt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) fest, dass die Erschließung neuer Absatzmärkte aus Sicht der genossenschaftlich organisierten Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft höchste Priorität habe. Dabei komme dem Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse in den Zielländern große Bedeutung zu. Das von der EU und den USA angestrebte TTIP-Abkommen stelle aus dieser Sicht einen wichtigen Schritt dar, um die transatlantischen Handelsbeziehungen zu intensivieren.


Dabei erwartet der Raiffeisenverband allerdings, dass den Exportinteressen der EU durch einen Zollabbau seitens der USA Rechnung getragen wird. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass in den Sektoren, in denen die europäische Agrarwirtschaft im Vergleich zu den USA aufgrund strengerer Produktionsnormen weniger wettbewerbsfähig ist, auch künftig ein ausreichender Außenschutz erhalten bleibt.


Außerdem spricht sich der Raiffeisenverband für eine möglichst weitgehende gegenseitige Anerkennung oder Angleichung bestehender Standards und Regelungen beim Verbraucher- oder Umweltschutz aus, was jedoch nicht zur Absenkung des Schutzniveaus in Europa führen dürfe. Im Zuge der weiteren Verhandlungen setzt der DRV auf hohes Maß an Transparenz.


Seinen politischen Forderungen konnte der DRV auch im vergangenen Jahr durch sehr gute Wirtschaftsleistungen Nachdruck verleihen. Nach Verbandsangaben erzielten die 2 316 Mitgliedsunternehmen 2014 einen addierten Umsatz von 66,4 Mrd. €; das ist gegenüber dem Rekordjahr 2013 nur ein leichter Rückgang von 1,6 %. Während die 225 Milchgenossenschaften und auch die 92 Vieh- und Fleischgenossenschaften ihren Umsatz steigerten, gab der Umsatz im Getreidebereich marktbedingt um rund 4 % nach.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr