Stoffstrombilanz immer noch nicht klar

20.09.2017

© Sabine Rübensaat

Wer Wirtschaftsdünger aus anderen Betrieben aufnimmt, muss künftig eine Stoffstrombilanz aufstellen.

Berlin. Hintergrund der fortdauernden Querelen um die Stoffstrombilanz sind weitreichende Änderungen, die der Agrarausschuss des Bundesrates neuerdings empfiehlt und die dem Vernehmen nach für das Bundeslandwirtschaftsministerium ein Verkündungshindernis darstellen. Sollte die entsprechende Rechtsverordnung nicht rechtzeitig zustande kommen, müssten die Länder eigene Vorschriften erlassen, um Details zur Stoffstrombilanz für ihre Betriebe zu regeln. Damit droht ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen im Bundesgebiet, denn ab Beginn des kommenden Jahres sind zunächst Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten (GVE) oder mit mehr als 30 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von jeweils mehr als 2,5 GVE/ha zur Bilanzierung ihrer Nährstoffzu- und -abfuhren an Stickstoff und Phosphat verpflichtet. Einbezogen sind außerdem kleinere Tierhaltungsbetriebe, die Wirtschaftsdünger aus anderen Betrieben aufnehmen, sowie Betriebe, die eine Biogasanlage betreiben und mit einem viehhaltenden Betrieb in einem räumlichen und funktionalen Zusammenhang stehen. Der Bundesrat soll nunmehr am 22. September über die Bilanzierungsverordnung entscheiden.

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