Sparen für den Tag X

19.10.2015

Sparschwein © Sabine Rübensaat

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die erneute Forderung der Länderagrarminister nach Einführung einer steuerbegünstigten Risikoausgleichsrücklage für landwirtschaftliche Betriebe begrüßt. Der Verband appellierte heute an die Finanzministerkonferenz, jetzt ernsthaft die Ausgestaltung einer solchen Rücklage zu prüfen und einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. Mit der Risikoausgleichsrücklage würde landwirtschaftlichen Betrieben dem Bauernverband zufolge ein weiteres Mittel zum betrieblichen Risikomanagement in die Hand gegeben, um Ertragsschwankungen ausgleichen zu können und Liquidität in den Betrieben zu halten.


Die Agrarminister hatten auf ihrer Herbsttagung in Fulda ihre bereits wiederholt vorgebrachte Forderung nach Einführung einer steuerbegünstigten Risikoausgleichsrücklage für landwirtschaftliche Betriebe bekräftigt. Der Bund solle zudem prüfen, die Versicherungsrisiken „Dürreschäden infolge einer lang anhaltenden Trockenheit“ und „Hochwasser“ als Bestandteile einer Mehrgefahrenversicherung in die Steuerermäßigung im Rahmen des Versicherungssteuergesetzes aufzunehmen, heißt es in dem Beschluss.


Unterdessen hat die Bundesregierung ihre ablehnende Haltung gegenüber einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage für die Landwirtschaft bekräftigt. Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth verwies auf das Ergebnis eines Gutachtens der Universität Hohenheim. Danach würde eine Risikoausgleichsrücklage die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Eine reine sektorale Lösung für die Landwirtschaft wäre laut Flachsbarth zudem verfassungsrechtlich problematisch, da Ertrags- und Gewinnschwankungen nicht als typisches landwirtschaftliches Problem angesehen würden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr