Sektorökonomie

01.09.2013

Putenmast © Susanne Gnauk

 

Probleme in der Putenmast

Berlin. Die Rentabilität der Putenmast in Deutschland hat sich im bisherigen Jahresverlauf deutlich verschlechtert. Wie die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) am am 16. August mitteilte, erhielten die Erzeuger Mitte 2013 rund 2 ct/kg weniger für ihre Tiere als zu Jahresbeginn. Im Mittel der ersten sieben Monate lagen die Erzeugerpreise für Putenhähne mit 1,44 Euro je Kilogramm Lebendgewicht nur noch 4 % über dem Erlös, den die Produzenten von Januar bis Juli 2012 erzielen konnten. Im gleichen Zeitraum stiegen jedoch die Ausgaben für Endmastmischfutter um rund 14 %; Mischungen für die Vormast verteuerten sich um bis zu 45 %.

 

Entsprechend sei es um die aktuelle Rentabilität in der Putenmast schlecht bestellt, stellte die MEG fest. Ihr zufolge zeigt sich dies an der Bruttomarge, die sich aus dem Erlös für Puten abzüglich der Aufwendungen für Futter und Küken berechnet. Sie liegt im bisherigen Jahresverlauf bei nur 29 ct/kg Putenhahn und 20 ct/kg Putenhenne; das waren fast 20 % weniger als im Jahr zuvor. Davon müssten jedoch noch alle anderen Kosten beglichen werden, also Einstreu, Wasser, Strom, Heizung, Tierarztkosten, Löhne und vieles mehr. Obwohl die Futterpreise aktuell nach unten tendierten, dürfte es noch einige Zeit dauern, bis die Mäster aus der Kostenfalle herauskämen, so die MEG.

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